Die Hände gehen zum Himmel

Köln..  Der 1. FC Köln siegt sich langsam zum Klassenverbleib, die TSG Hoffenheim muss mehr denn je um die Europa-League-Teilnahme bangen. Einen Tag nach dem 49. Geburtstag von Trainer Peter Stöger feierte der Aufsteiger am Sonntag einen 3:2 (1:0)-Erfolg gegen Hoffenheim und kletterte mit 33 Punkten auf den elften Platz in der Fußball-Bundesliga.

Matthias Lehmann (20. Minute/Foulelfmeter), Anthony Ujah (54.) und Jung-Nationalspieler Jonas Hector (78.) mit einem sehenswerten Alleingang erzielten die Treffer für die stark aufspielenden Kölner. Eugen Polanski (70./Foulelfmeter) und Anthony Modeste (88.) konnten für Hoffenheim jeweils nur auf 2:1 und 3:2 verkürzen. Vor dem Polanski-Treffer sah der Kölner Pawel Olkowski wegen einer Notbremse die Rote Karte. In Unterzahl gelang den Kölnern dank großer Kampfkraft bis zum Schluss der verdiente Sieg.

„Wir haben gegen extrem starke Hoffenheimer ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagte FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke nach dem Spiel. Kapitän Lehmann ergänzte: „Es war ein Spektakel. Gott sei Dank mit dem besseren Ende für uns.“

Bei frühlingshaften Temperaturen entwickelte sich ein lebhaftes Spiel mit gefährlichen Offensivaktionen auf beiden Seiten. Nach einem eher planlosen Befreiungsschlag von Marcel Risse bekam Hoffenheims Abwehrspieler Ermin Bicakcic den Ball nicht unter Kontrolle und brachte Osako im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Peter Sippel (München) entschied auf Elfmeter, den Kölns Kapitän Lehmann verwandelte.

Richtig spannend wurde es, als Olkowskis Notbremse und der daraus resultierende Strafstoß die bis dato so gut organisierten und disziplinierten Kölner in Schwierigkeiten brachten - bis Hector zu seinem spektakulären Sololauf ansetzte. Der Verteidiger marschierte los, versenkte den Ball und sicherte seinem Team den Sieg.