Die Drei von der KRG
03.08.2010 | 16:05 Uhr 2010-08-03T16:05:00+0200
Racice. Wenn heute in Racice bei Prag die Ruderweltmeisterschaften der Junioren beginnen, werden auch drei Athleten aus der Trainingsgruppe der Kettwiger Rudergesellschaft zum Kader des Deutschen Ruderverbandes (DRV) gehören. Durch hervorragende Leistungen im Saisonverlauf ist es dem KRG-Trainerteam um Thomas Kiesewetter und Boris Orlowski gelungen, Fabienne Knoke, Amelie Reichwald und Matthias Hardtmann für die Nationalmannschaft zu qualifizieren.
DRV-Boot zählt
zu den Favoriten
Die 18-jährige Doppel-Ergometerweltmeisterin, Fabienne Knoke, wird den Kampf um die Medaillen im Doppelvierer aufnehmen. Gemeinsam mit Stephanie Hang (Ingelheim), Caroline Hackler (Dresden) und Wiebke Hein (Rostock) sitzt sie im DRV-Quartett, das sich mit weiteren elf Nationen auseinander zu setzen hat.
Im Vorjahr gewannen die Chinesinnen in dieser Bootsklasse die Goldmedaille. Wegen der 2010 erstmals ausgetragenen „Youth Olympics“ sind sie in Racice nicht am Start. Das deutsche Boot kam 2009 hinter den Australierinnen auf den Bronzerang. Im vierwöchigen Trainingslager hinterließ der Doppelvierer mit der KRG-Ruderin an Bord einen hervorragenden Eindruck und ist aus Sicht der DRV-Flotte eines der favorisierten Boote..
Die THG-Schülerin Amelie Reichwald besetzt bereits seit zwei Jahren den Steuerplatz des weiblichen NRW-Achters. Ende Juni konnte die 18-jährige mit ihrer NRW-Crew auf dem Baldeneysee den nationalen Titel gewinnen, der ihr die lang ersehnte Qualifikation für die Junioren-WM einbrachte.
In Racice will sie nun das 16 Meter lange Schiff auf Kurs halten und die Spurts im DRV-Achter mit den Ruderinnen Carolin Franzke (Köln), Anna-Maria Götz (Würzburg), Johanna Soester (Hamm), Charlotte Siering (Wanne-Eickel), Jennifer Schulte (Koblenz), Nadine Seehaus (Rostock), Ilona Mann (Potsdam) und Eileen Wallenhauer (Berlin) so ansagen, dass die Leistung des Flaggschiffes mit einer Medaille belohnt wird.
THG-Abiturient Matthias Hardtmann reist als Ersatzmann für die männliche DRV-Flotte mit. Im Trainingslager in Berlin-Grünau hat er bereits in allen Bootsklassen so dass er bei einem gesundheitlichen Ausfall eines DRV-Ruderers jederzeit und ohne Probleme einspringen könnte. Sollte er nicht zu einem offiziellen Einsatz kommen, so steht zu Beginn dieser Weltmeisterschaften auf alle Fälle das Rennen der Ersatzleute der einzelnen Verbände auf dem Programm, das immer als Stimmungsbarometer für das Leistungsvermögen der Nationen gesehen wird.
Die KRG machte sich in der vergangenen Nacht mit einem 30-köpfigen Fantross auf den Weg nach Prag, um die drei Athleten und die gesamte DRV-Flotte zu unterstützen. Die Vorentscheidungen beginnen bereits am Donnerstagmorgen, bevor dann am Samstag und Sonntag die WM-Medaillen vergeben werden. Traditionell gehört der Deutsche Ruderverband zu den erfolgreichsten Nationen im Rudersport, und so ist die Vereinsführung zuversichtlich, dass man mit Edelmetall die Heimreise am Montag antreten darf.

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