Die Bundesliga braucht mehr Mut gegen die Über-Bayern

Bayerns Trainer Pep Guardiola jubelt mit Thomas Müller.
Bayerns Trainer Pep Guardiola jubelt mit Thomas Müller.
Foto: Hannibal
Was wir bereits wissen
Münchens Trainer Pep Guardiola sagt sechs Spieltage vor Schluss: „Die Bundesliga ist vorbei, wir haben gewonnen.“ Das stimmt natürlich, aber es sollte der Liga zu denken geben, denn auf Dauer will niemand den Bayern beim Auslaufen zusehen. Ein Kommentar

Essen.. Pep Guardiola hat vor dem Spiel seiner Bayern beim FC Augsburg einen bemerkenswerten Satz gesagt. Einen Satz, mit dem er eine schlichte Wahrheit verkündet hat. Einen Satz, der genau deshalb siebzehn andere Vereine auf die Kinnspitze getroffen hat: „Die Bundesliga ist vorbei, wir haben gewonnen.“

Dem ist erstmal nichts hinzuzufügen.

Natürlich werden sie das von Nürnberg bis Hannover und von Stuttgart bis Hamburg ganz anders sehen, überall dort ist noch gar nichts vorbei. Überall dort geht es um die Existenz im Bundesliga-Paradies, und so eine Geisterstunde im Keller kann sehr unterhaltsam sein.

Aber alle die, die um die 1b-Meisterschaft spielen – vorweg das Revier mit Dortmund und Schalke – alle die sollten sich den Satz an die Kabinentür nageln. Denn solange Pep Guardiola Bayern-Trainer ist, so lange wird München nicht nachlassen. Die bayrische Dominanz, national so groß wie nie zuvor, kann man bewundern oder beklagen. Helfen tut der Liga beides nicht. Was sie braucht, sind Vereine, die Mut fassen, vor allem im direkten Duell mit dem Über-Team. Bei allem Respekt: Wer will schon auf Dauer den Bayern sechs Spieltage vor Saisonende beim lockeren Auslaufen zusehen?