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DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal

23.11.2009 | 14:45 Uhr
DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal

Frankfurt/Main. Im Zusammenhang mit dem neuen Wettskandal innerhalb Europas haben der DFB und die DFL eine Task Force einberufen, die sich mit den Auswirkungen der Affäre beschäftigen soll.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben im Zusammenhang mit dem neuen europäischen Wettskandal eine Task Force eingesetzt. Diese Kommission steht unter Leitung von DFB-Chefjustiziar Jörg Englisch und wird mit Vertretern aus den relevanten Abteilungen besetzt. In der Task Force sollen alle aktuellen Erkenntnisse gesammelt und ausgewertet und anschließend Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Dies teilte DFB-Präsident Theo Zwanziger am Montag im Beisein von Christian Seifert, dem Vorsitzenden der DFL-Geschäftsführung, auf einer Pressekonferenz in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main mit.

Theo Zwanziger: Aufarbeitung als gemeinsames Ziel.

Die Arbeitsgruppe soll sich mit den Auswirkungen der Manipulations-Affäre beschäftigen, die am vergangenen Freitag von der Staatsanwaltschaft Bochum publik gemacht wurde. In neun europäischen Ländern stehen 200 Spiele unter Manipulationsverdacht, darunter auch 32 Begegnungen in Deutschland.

An der Pressekonferenz nahmen neben Zwanziger und Seifert auch DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, Carsten Koerl vom Frühwarnsystem Sportradar AG und Englisch teil. Die Staatsanwaltschaft in Bochum hatte den DFB und die DFL in ihre Ermittlungen nicht unmittelbar einbezogen, sondern lediglich die Europäische Fußball-Union (UEFA).

UEFA beruft Krisengipfel ein

Die UEFA hat ihrerseits für Mittwoch in ihrer Zentrale im schweizerischen Nyon einen Krisengipfel zum Thema Wettskandal einberufen. Der Europaverband hat nach Angaben von UEFA-Mediendirektor Robert Faulkner zu diesem Treffen Vertreter der neun Verbände eingeladen, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bochum vom jüngsten Manipulationsskandal betroffen sind.

In Nyon werden hochrangige Verbandsfunktionäre aus Deutschland, Belgien, der Schweiz, Kroatien, Slowenien, der Türkei, Ungarn, Bosnien und Österreich erwartet. Für den DFB nimmt unter anderem Generalsekretär Niersbach an diesem Krisengipfel teil.

In Konsequenz aus den aktuellen Verdachtsmomenten überprüfen DFB und DFL des Weiteren, warum die installierten Frühwarnsysteme in Deutschland keine Auffälligkeiten angezeigt haben. Seit 2005 beobachtet die Sportradar AG im Auftrag von DFB und DFL den Markt auf mögliche sportwettenbezogene Manipulationen.

Aufarbeitung als gemeinsames Ziel

Dabei wurde das Überwachungssystem auch dem wachsenden Trend zu Live-Wetten angepasst. Dass keine Auffälligkeiten registriert wurden, kann laut Sportradar mehrere Ursachen haben. Dazu gehören der Einsatz niedriger Summen, verdeckte Wettkombinationen, aber vor allem die Platzierung außerhalb des offiziellen Wettmarktes. Gerade illegal operierende Wettbetrüger entziehen sich so den Kontrollmechanismen. Manipulationen werden auch dann nicht angezeigt, wenn sie sich im nicht strafbaren Versuchsstadium befinden, wie Koerl erläuterte.

Das gemeinsame Ziel von DFB und DFL sei eine transparente und konsequente Aufarbeitung aller im Raum stehenden Verdachtsmomente. Als Konsequenz aus dem Fall Hoyzer wurden dafür in den Statuten des DFB bereits im April 2005 auf dem außerordentlichen Bundestag in Mainz die nötigen Voraussetzungen geschaffen.

Wettverbote in Musterverträge aufgenommen

Dazu gehört die Aufnahme eines Wettverbots für Spieler, Trainer und bestimmte Funktionsträger einschließlich des Verbots der Weitergabe von Sonderwissen an Dritte bezogen auf Spiele der Spielklasse, an denen ihre Mannschaft teilnimmt. Wettverbote wurden in die Musterverträge für Vertrags- und Lizenzspieler aufgenommen.

Ebenfalls festgeschrieben wurde ein generelles Wettverbot für Schiedsrichter der Spielklassen, in denen Wettangebote gemacht werden. Zur besseren Kontrolle müssen Schiedsrichter der Lizenzligen seit dieser Saison einen Fragebogen zu ihren wirtschaftlichen Verhältnissen ausfüllen, den sie durch eine aktuelle Schufa-Auskunft ergänzen. Die Schiedsrichter der Regionalliga legen seit dieser Saison ihrem Personalbogen ein polizeiliches Führungszeugnis bei.

Darüber hinaus wurde die Spielmanipulation als Sportstraftatbestand in die Rechts- und Verfahrensordnung des DFB integriert. Unter Strafe stehen sowohl die Manipulation unter Beteiligung Mannschaftszugehöriger als auch durch Dritte, und zwar alle auf Manipulation abzielenden Handlungen, auch Vorbereitungshandlungen und Verabredungen.

DerWesten

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Kommentare
24.11.2009
08:46
Blockierter Kommentar.
von udo.michel | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

23.11.2009
20:52
DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal
von sich-Fragender | #11

Ich vermute das DFB und DFL schon lange Bescheid wußten, nur haben sie lieber wie der Hase die Schlange angebetet. Nur so lassen sich solche hektischen und Unqualifizierten Interviews erklären!

23.11.2009
19:58
DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal
von Oggersheimer_Bimbes_Helmut | #10

Zwanziger und seine Rentnertruppe mit all den Sesselbeschwerern hat doch auch im Kampf gegegn die Randalisten in den Stadien eine Task Force eingerichtet. Die sind jetz wohl Samstags immer in den VIP Logen, die Clowns !! Lächerliche Aktion eines unfähigen Vorsitzenden !!

23.11.2009
19:05
DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal
von NICO | #9

Hallo Freunde,

DFB-DFL-UEFA, ein Verein von altersschwachen Funktionären.
Sonst nichts.

Die wollen jetzt eine Task-Force bilden??

Die wissen noch nicht einmal was das ist.

Eine Task-Force ist eine flexible, schnelle Eingreiftruppe, die Entscheidungen vor Ort trifft und ohne Rücksprache, nur mit Blick auf die gestellte Aufgabe sofort durchführt.

Das sollte man sich mal bei den Typen vorstellen.

Die sind doch so blind, dass sie von der Staatsanwaltschaft fordern, in die Ermittlungsarbeit mit einzubeziehen sind.



Ich weiss gar nicht, wieso die eine Task-Force aufstellen wollen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Solange, wie niemand rechtskräftig verurteilt ist,
hat er nach deutschem Recht als unschuldig zu gelten.

Und übrigens, Herr Zwanziger und Funktionäre, es ist Eure Geldmaschine mit Namen Fußball, es ist Eure Aufgabe, den Laden sauber zu halten.

Es wäre für mich und ich denke für viele andere auch, interessant zu wissen, wenn man zweifelsfrei ermitteln kann, welche Spiele manipuliert wurden, welche Funktionäre auf Ergebnisse dieser Spiele gewettet haben.

Ich vermute, wenn ja, alles nur Zufall.

Gruß
Nico

23.11.2009
18:21
DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal
von Elektrosteiger | #8

Naja, wenn`s helfen soll...
Aber ich glaube nicht daran...

23.11.2009
17:51
DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal
von marwang | #7

ich will ja keinem schiri was unterstellen ,aber deren leistungen der letzten wochen, lassen die herren aber in ein sehr schlechtes licht erscheinen ??????

23.11.2009
17:23
DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal
von Schraeve | #6

alle mal wochen nicht ins Stadion vielleicht kommen dann die durchgekallten Typen mal wieder auf den Boden der Realietät an

23.11.2009
17:06
DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal
von M.M. | #5

Yeah, let s make an working circle !!

23.11.2009
17:05
DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal
von M.M. | #4

Why a TASK FORCE ?? Is president Twentiger maybe an hidden U.S. citizen, or probably an british born immigrant ??
Scheiss Denglish !!!!!

23.11.2009
17:03
DFB und DFL gründen Task Force für den Wettskandal
von Engie | #3

Wenn du nicht mehr weiter weisst, bilde einen Arbeitskreis (Task-Force).

So ist das Procedere in antiquierten Institutionen mit den entsprechenden Mitarbeitern.

Der DFB und die DFLsollen sich mal die gesamten Fehlentscheidungen durch die Schiedsrichter und Assistenten der letzten BL-Spiele genau angucken, dann wissen die auch,
wer für diesen Wettskandal verantwortlich ist.

Die Spielleiter sind eine Beleidigung für den reell zahlenden Zuschauer.

Eure Canclerin

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