Deutschland-Achter weiter auf Erfolgskurs

Der Deutschland-Achter hat die erste Aufgabe beim Weltcup in Italien trotz starker Gegenwehr gemeistert. Mit einem Sieg im Vorlauf untermauerte das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) auf dem Lago di Varese seine Titelambitionen.

Varese.. Die Crew um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) kam eine halbe Bootslänge vor der Konkurrenz aus den USA und Neuseeland ins Ziel. Ganz zufrieden waren die Europameister jedoch nicht. "Das war kein optimales Rennen. Wir haben noch Luft nach oben", kommentierte Ocik den unruhigen Rennverlauf.

Zunächst mussten die Deutschen den Angriff der Neuseeländer parieren, die bei 500 Metern knapp vorn lagen. Auf dem zweiten Streckenabschnitt kamen die Amerikaner immer stärker auf. Deshalb taugte der Regattaauftakt nach Meinung von Steuermann Martin Sauer (Berlin) nur bedingt als Mutmacher für das Final-Duell am Sonntag mit Weltmeister Großbritannien: "Heute war nicht unser bester Tag. Aber immerhin haben wir das Ding nach Hause gebracht."

Wie der Achter zogen auch beide Doppelvierer mit Vorlaufsiegen auf direktem Weg in das Finale ein. Weitere Erfolge im Männer-Doppelzweier und im leichten Frauen-Doppelzweier rundeten die positive Bilanz der DRV-Flotte ab. "Das ist ein gutes Ergebnis. Wir sind im Soll", befand DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock.

Zur Freude von Schwarzrock schlägt sich das neu formierte Team im Doppelzweier weiterhin prächtig, obwohl in Varese erstmals in dieser Saison auch die Konkurrenz aus Übersee an den Start geht. Wie schon beim Weltcup-Erfolg in Bled und der EM-Triumphfahrt in Posen präsentierte sich das Duo Marcel Hacker (Magdeburg) und Stephan Krüger (Rostock) in starker Form und verwies die Briten auf Rang zwei. Darüber hinaus besserte der Sieg von Ronja Fini Sturm (Brandenburg) und Marie-Louise Dräger (Rostock) im leichten Zweier über China die Laune von Schwarzrock auf.

Standesgemäß fielen die Auftritte der beiden Doppelvierer aus. Das Männer-Team um Schlagmann Hans Gruhne (Potsdam) hielt die Australier in einem starken Finish auf Distanz. Die Frauen-Crew lag am Ende zwei Bootslängen vor Polen.