Der Weltverband macht ernst

Berlin..  Teammanager Bjarne Riis (Bild) ist entlassen, Alexander Winokurow droht mit seinem Astana-Team das Aus in der WorldTour. Es scheint, dass sich der Radsport seiner Altlasten entledigt. „Respekt - Ich habe mich in Brian Cookson wohl geirrt“, sagte der Radsport-Kritiker und einstige Doping-Kronzeuge Jörg Jaksche in Bezug auf den UCI-Präsidenten. Der Brite war im Herbst 2013 an der Spitze des Weltverbandes angetreten, im Anti-Doping-Kampf nach den dunklen Zeiten seiner Vorgänger Hein Verbruggen und Pat McQuaid ernstzumachen.

Die wohl bevorstehende Demission des von vielen Dopingfällen gezeichneten Teams um den 2007 selbst überführten Winokurow ist konsequent, auch wenn zahlreiche neue Fragen aufgeworfen werden. Die niederländische Tageszeitung „De Telegraaf“ meldete am Montag, was kaum noch überraschte: Die UCI-Lizenzkommission wird Astana mit dem Toursieger Vincenzo Nibali an der Spitze die bereits erteilte Fahrerlaubnis für den Elitebereich WorldTour wieder entziehen.

Die Teamleitung widersprach dieser Darstellung. Am kommenden Donnerstag stünde eine Anhörung an, dann erst fiele in den kommenden zehn Tagen eine Entscheidung, hieß es am Montag.