Der SC Paderborn taumelt weiter in Richtung Abstiegsplatz

Paderborn.. Der SC Paderborn hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der Hamburger SV setzte sich am Mittwochabend beim Aufsteiger hochverdient mit 3:0 (1:0) durch. Paderborn hat nun seit dem 2. November nicht mehr gewonnen.

Kapitän Rafael van der Vaart (Bild) brachte die Gäste per Foulelfmeter schon in der zweiten Minute rekordverdächtig früh in Führung. Ex-Nationalspieler Marcell Jansen, der den Strafstoß herausgeholt hatte, sorgte in der 72. Minute mit seinem ersten Bundesliga-Tor seit 493 Tagen für die Vorentscheidung. Zoltan Stieber (90.+1) machte dann alles klar.

Es dauerte nur acht Sekunden, da wurde Jansen im Paderborner Strafraum von Patrick Ziegler unfair gestoppt. Den fälligen Foul-Elfmeter verwandelte van der Vaart sicher. Die Hausherren waren jedoch nicht lange geschockt. Das Team von Trainer André Breitenreiter erarbeitete sich gute Möglichkeiten. Doch der HSV präsentierte sich taktisch besser eingestellt.

Paderborn zeigte auch nach dem Seitenwechsel Leidenschaft. Elias Kachunga (54.) traf die Latte, die Ostwestfalen wurden immer stärker, der HSV wackelte. In der 62. Minute stand Schiedsrichter Peter Gagelmann im Blickpunkt, der nach einem Schieber von Ronny Marcos gegen Kachunga nicht auf Elfmeter entschieden hatte. SC-Manager Michael Born schimpfte darüber so sehr, dass er auf die Tribüne geschickt wurde.

Anschließend sorgte Jansen nach einem Eckball für die Entscheidung. Auch am 3:0 war durch Stieber war Jansen beteiligt. „Paderborn ist ein Schlüsselspiel“, hatte HSV-Sportdirektor Peter Knäbel nach dem 0:2 gegen Köln seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben. Die Hamburger Fußballer hatten die Ansage verstanden.