Der nächste Versuch

Garmisch-Partenkirchen..  Am Morgen nach dem schlechtesten Tourneestart seit der Wiedervereinigung und dem abrupten Ende aller Siegträume hatte sich die Schockstarre bei den deutschen Skispringern ein wenig gelöst. „Das war eine Ohrfeige“, bekannte Bundestrainer Werner Schuster. „Wir müssen das jetzt lösen, damit wir kein Tournee-Trauma kriegen.“

Kläglich gescheitert

Einmal mehr sind die sportlichen Erben von Sven Hannawald, Jens Weißflog und Dieter Thoma, die allesamt bei der deutsch-österreichischen Traditionsveranstaltung triumphierten, kläglich gescheitert. „Wir stehen bei der Tournee ziemlich dämlich da, und das schon seit Jahren“, räumte Skiflug-Weltmeister Severin Freund (Bild) kleinlaut ein. Warum die deutschen Springer bei der Tournee regelmäßig versagen, vermochte auch der Bundestrainer nicht zu erklären.

Nach dem verpatzten Start in die 63. Vierschanzentournee sind die DSV-Adler bereits am Silvestertag wieder gefordert. Die Skispringer müssen in der Ausscheidung für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen an. Lediglich Freund ist als Gesamtfünfter im Weltcup als einziger der 13 deutschen Teilnehmer automatisch für den zweiten Tournee-Wettbewerb am Donnerstag qualifiziert. Der Skiflug-Weltmeister belegte beim Auftaktspringen in Oberstdorf als bester DSV-Athlet den 13. Platz und büßte wie seine Teamkollegen fast alle Chancen im Gesamtklassement ein.