Der MSV verliert mit Hoffmann sein größtes Faustpfand

Der Wechsel von Andre Hoffmann vom klammen Zweitligisten MSV Duisburg zu Hannover 96 ist nicht nur gewöhnliches Alltagsgeschäft.
Der Wechsel von Andre Hoffmann vom klammen Zweitligisten MSV Duisburg zu Hannover 96 ist nicht nur gewöhnliches Alltagsgeschäft.
Was wir bereits wissen
Mit Andre Hoffmann verliert der MSV Duisburg mehr als nur einen hochtalentierten jungen Spieler. Er verliert auch sein vermeintlich größtes sportliches Faustpfand. Der Zweitligist erlebt nach dramatischen Wochen, wie nachhaltig die finanzielle Situation die sportlichen Ambitionen bestimmt.

Es ist ganz sicher keine Weltsensation, dass ein begabter Fußballprofi mit glänzender Perspektive von einem mittelmäßigen Zweitligisten zu einem ambitionierten Europapokal-Starter aus der Beletage wechselt.

So gesehen könnte die Nachricht, dass der 19-jährige Duisburger Andre Hoffmann den Klub schon in der Winterpause in Richtung Hannover verlässt, als gewöhnliches Alltagsgeschäft verbucht werden. Ganz so eindimensional aber ist der Wechsel des Arbeitsplatzes nicht. Denn mit Hoffmann verliert der MSV zugleich sein vermeintlich größtes sportliches Faustpfand; der 19-Jährige geht, auch weil er gehen muss. Der klamme MSV kann die Ablöse derzeit mehr als nur gut gebrauchen – denn mit einer fernen Perspektive lässt sich nun mal keine Rechnung bezahlen.

Der Zweitligist erlebt nach dramatischen Wochen, der Angst vor der Insolvenz samt der vermeintlichen Rettung, wie nachhaltig die finanzielle Situation die sportlichen Ambitionen bestimmt. Mag sein, dass der Verein das Schlimmste abgewendet hat, aber die Aufräumarbeiten und der beschwerliche Wiederaufbau werden den Klub noch lange beschäftigen. So gesehen ist der Abgang von Andre Hoffmann erst der Anfang.