Der MSV, die DFL und Sandhausen

Bitte warte, bitte warten, bitte warten: Das jursitische Tauziehen um die Lizenz wird sich noch hinziehen. Foto: dpa
Bitte warte, bitte warten, bitte warten: Das jursitische Tauziehen um die Lizenz wird sich noch hinziehen. Foto: dpa
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Was wir bereits wissen
Der MSV Duisburg wird noch zwei oder drei Wochen bis zur Entscheidung warten müssen.

Es hätte für den MSV Duisburg einen Weg gegeben, das Theater um die Lizenz für die Zweite Fußball-Bundesliga zu vermeiden: Einfach Unterlagen einreichen, die nicht zu Irritationen führen.

Auslöser der Misere ist damit eindeutig der MSV, doch an dem nun ablaufenden Hickhack ist die Deutsche Fußball Liga (DFL) ebenso beteiligt. Am vergangenen Mittwoch kam von dort die Nachricht: Keine Lizenz für die Duisburger. Bis die schriftliche Begründung dann beim Verein eintraf, vergingen sechs Tage. Nun hat der MSV eine Woche Zeit, seinen Einspruch zu formulieren. Dann wiederum hat die DFL sieben Tage Zeit für eine schriftliche Stellungnahme. Und erst wenn alle Unterlagen vorliegen, wird das Ständige Schiedsgericht beim DFB einen Verhandlungs-Termin ansetzen.

Läuft es schlecht, ist das in drei Wochen. Erst dann gehört der MSV entweder zur Zweiten Liga oder eben nicht. Nur: Eine Mannschaft, für welche Liga auch immer, lässt sich in dem Moment kaum noch aufstellen. Und was ist eigentlich mit dem SV Sandhausen? Der Klub ist abgesteigen, hält aber die Klasse, falls der MSV keine Lizenz bekommt. Damit hängt auch Sandhausen in der Luft, völlig unschuldig.

Die DFL hat eine Sorgfaltspflicht gegenüber ihren Klubs. Leider scheint diese gerade in juristischen Fristen und Feinheiten zu versinken.