Der kleine Prinz

Die Bilder gingen um die Welt. Lukas Podolski mit Sohn Louis und dem WM-Pokal. Lukas Podolski mit Louis beim Elfmeterschießen auf dem Rasen des Maracana-Stadions. Lukas Podolski mit Louis beim Abklatschen mit Mario Götze in jener magischen Final-Nacht von Rio.

Lukas Podolski ist ein stolzer Fußball-Papa. Das bedingt, dass auch der Junior, Jahrgang 2008, Fußball spielt.

Louis kickt bei Grün-Weiß Brauweiler, Bambini 1. Das soll, geht es nach dem bekannten Vater, auch lange noch so bleiben. So drückt der Überzeugungs-Kölner auch sein völliges Unverständnis aus, dass sein kleiner Prinz bereits von drei (!) Bundesliga-Vereinen gescoutet wurde.

Der 1. FC Köln, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach hätten ihn zum Probetraining haben wollen, berichtet Poldi und sagt: „In dem Alter. Verrückt!“

Zwei der drei Beklagten bestreiten das nicht, es sei gängige Praxis. Nach Ablehnung seitens der Mutter habe es aber keinen weiteren Kontakt gegeben.

Poldi regt es trotzdem auf. Er will, dass sein Kleiner eine unbeschwerte Kindheit hat. Ohne Ernährungspläne und Training nach der Stechuhr. So wie es bei ihm war. Auf dem Rad zum Bolzplatz, nur ein trockenes Brötchen im Magen, fünf Stunden Fußballspielen, das habe ihn glücklich gemacht, erzählt er in einem Interview.

Nur eines hat Louis wohl nicht nötig: Schwarzfahren, so wie Papa Lukas es in Jugendtagen wegen klammer Kasse immer mal wieder praktizierte.