Der FC Bayern und die zweite Wahl bei den Transfers
17.08.2012 | 16:58 Uhr 2012-08-17T16:58:05+0200
Essen. Javier Martinez ist der siebte Neuzugang beim Rekordmeister und Franz Beckenbauer bislang noch nicht bekannt. Kein Geheimnis ist, dass die Bayern auch an Lars Bender und Mats Hummels interessiert waren. Ist Martinez dann nur die zweite oder dritte Wahl? Ein Kommentar.
Lassen wir mal das aus München kolportierte Märchen beiseite, Javier Martinez verzichte in seinem Fünfjahres-Vertrag auf zehn Millionen Euro, damit er für den FC Bayern „erschwinglich“ werde. Ob der defensive Mittelfeldspieler von Atletic Bilbao letztlich 30 oder 40 Millionen Ablöse kostet , ist eh – wie Franz Beckenbauer jetzt in seiner unnachahmlichen Art feststellte – „schon fast wurscht“.
Uli Hoeneß, der sich in der Bundesliga zuletzt von Borussia Dortmund gedemütigt und dadurch zum Handeln gezwungen sah, beeilte sich denn auch gleich in bewährter „Mia-san-mia“-Haltung darauf hinzuweisen, dass der (wirtschaftliche) Branchenführer für einen solchen millionenschweren Transfer „nicht in die Kreditabteilung gehen muss“. Was auf den ersten Blick also wie eine Demonstration der Stärke (und des prall gefüllten Festgeldkontos) aussieht, ist bei näherem Hinsehen jedoch eher die Bestätigung einer deftigen Bayern-Niederlage.
Kann sich der FC Bayern mit der Rolle des zweiten Siegers anfreunden?
Es ist schließlich kein Geheimnis, dass der Rekordmeister – was Martinez zur zweiten, wenn nicht gar dritten Wahl degradiert - lieber den Leverkusener Lars Bender oder noch lieber den Dortmunder Mats Hummels verpflichtet hätte. Deren Klubs jedoch widerstanden den finanziellen Lockungen aus München – eine völlig neue Erfahrung für Hoeneß und Co. Rechnet man noch Marco Reus hinzu, dessen Entscheidung pro BVB die Münchner als eine Art Majestätsbeleidigung empfunden haben müssen, sehen die Erfolge der Münchner auf dem Transfermarkt (Pizarro, Shaqiri, Mandzukic) plötzlich gar nicht mehr so spektakulär aus.
Was im Übrigen wohl auch der „Kaiser“ so sieht, wenn man seine kleine Stichelei hinsichtlich des vermeintlichen Königstransfers Martinez richtig deutet: „Ich kenne den Spieler nicht, habe ihn noch nie gesehen. Aber wenn sich der FC Bayern für ihn interessiert, muss er ein Guter sein.“
P.S.: Gut in diesem Zusammenhang, dass sich die Münchner mit der Rolle als „zweiter Sieger“ anfreunden können. Hat Uli Hoeneß doch gerade erst nach der Erfahrung der Olympischen Spiele gefordert: „Wir müssen lernen, dass auch ein zweiter Platz eine sensationelle Leistung sein kann.“ Bravo! Nur sollten sie dann in München auch schleunigst damit anfangen.

09:53
Die Freude, dass der FCB nicht deutscher Meister oder DFB-Pokalsieger ist und wird ist menschlich, weil dieser "Angeber" sich regelmäßig schon als Meister outet bevor die Saison beginnt. Das mag übertrieben sein aber um zu verdeutlichen, sind Übertreibungen gut geeignet. Was dann kommt, wie mit Geldscheinen winken ist heuchlerisch, weil jeder Profiverein auf dem Transfermarkt tätig ist. Es bleibt nur die Frage wie hoch die Summen sind und kein Verein in der Bundeslig ist in vergleichbarer Lage wie der FCB. Daraus ergibt sich die Frage wie würden die anderen Vereine sich verhalten, wenn sie die gleiche Wirtschaftskraft hätten? Posetiver Neid wie es der BVB vormachte und macht führen ebenso zu Titeln.
Wer bei dem Transfer von Javier Martinez nicht die politischen und gesellschaftlichen Eigenarten der Basken berücksichtigt, beurteilt den Transfer falsch. Damit rechnete auch der FCB nicht. Bazies ist im Zusammenhang mit dem FCB mehr ein Kosename.
23:23
@tommytupe #11 - auf ihre Bemerkung mit dem Winken der Geldscheine gehe ich nicht ein, aber auf den zweiten Teil des gleichen Satzes. Martinez hat klar zum Ausdruck gebracht, dass er nach nach München wechseln möchte und im Zweifel sogar auf etwas Gehalt verzichten würde, um den Transfer zu ermöglichen. Es liegt also nicht an der Abneigung des Spielers sondern daran, dass der Verein Bilbao sich querstellt.
Und auch wenn es schwer zu glauben ist, auch bei München kann man Spaß am Fussball spielen haben und deswegen dahin wechseln wollen. Etwas mehr Realitätsnähe würde dieser Diskussionsplattform gut tun.
Was den obigen Kommentar von Herrn Schüssler angeht kann ich nur den Kopf schütteln. Das ist Polemik und von ernsthafter Reflektion über die Situation weit entfernt - schade!
20:07
Ob Martinez nun 1. oder 2. Wahl ist doch egal.Tatsache ist,daß ,wenn die Bazis mit ihren Geldscheinen winken immer mehr Spieler und Vereine sagen:No. Das war vor einiger Zeit noch anders.Auch als Schalker muß ich dem BVB gratulieren.Sie sind auf dem besten Weg, den Bazis den 1.Rang in in Deutschland streitig zu machen.Damit wird sich auch das Transferverhalten in der Bundesliga ändern.Hoffentlich bleiben die Bazis auch nächste Saison ohne Titel.Würde mich freuen.
Glück Auf
13:31
Dies ist wieder ein Kommentar vom Herrn Schüssler wie man ihn kennt.
Die wirklichen Fakten in Bezug auf Martinez,Bender und Hummels hat der User Fasseledi in seinem Kommentar #1 geschrieben. Herr Schüssler ist ja für seine Abneigung gegenüber dem FC Bayern bekannt und hat es hier in seinem Kommentar wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ich hätte da noch eine Idee. Vielleicht könnte man ja die Herren Watzke,Zorc oder Dickel gewinnen die Kommentare über den S04 schreiben oder die Herren Hoeneß und Rummenigge über den BVB.Die wären bestimmt genauso Faktenreich.
Sportliche Grüße
19:14
So ein "fachlicher" Kommentar war auch nur aus dieser Sportredaktion zu erwarten. Da werden ja auch die Berichte in schwarz-gelb und weiß-blau wohl schon am Tag vor dem Spiel geschrieben, denn mit der Realität auf dem Platz haben sie nun gar nichts mehr zu tuen.
Etwas Lokalpatriot ist ja ok, aber dabei sollte man von einer Zeitungsredaktion erwarten können das die Realität nicht aus den Augen verloren wird.
16:38
So lange nichts unterschrieben wurde und das gilt auch für Zusagen sind diese unverbindlich, die aber ihren Zweck erfüllen können.
14:18
Wer das Transfertheater um Martinez verfolgt, muss sich wirlich fragen ob sich die Mühe lohnt? Es fehlt noch Lewandoski als vierter in den Reigen. Klopp erklärte deutlich was das für ein Blödsinn wäre und damit hatte er recht. Eines hatte aber der FCB erreicht, weil Lewandowski besser seine Berater bei Vertragsverlängerungen, dass Gehaltsangebot von 7,5 Mill vom FCB dem BVB unter die Nase reibt.
07:50
Es ist traurig das die NRZ einen solchen Kommentar zulässt. Der Mann hat doch keine Ahnung. Martinez ist ein defensiver Mittelfeldspieler, was soll dann der Vergleich mit Hummels, der ein guter Innenverteidiger ist, bzw. mit Reus der doch eindeutig im offensiven Mittelfeld spielt. Das die Bayern früher an Martinez anstatt an Bender interessiert waren, dürfte jeder wissen, der sich ein kleines bischen mit Fußbal auskennt.
Aber was soll man vom größten Bayern-Hasser aus Deutschland erwarten. Schlimmer gehts nimmer.
19:04
40 Mil. Transferleistungen sind nicht 2. oder dritte Wahl. Mir ist nicht bekannt, dass für einen der genannten drei so viel geboten wurde. Bei Hummels wäre das ein Witz. Erst wurde er ausgeliehen und dann verkauft, um ihn dann wieder einzukaufen. Reus hat sich für den BVB entschieden weil er Dortmunder ist. Er braucht sich nicht mit Robben rumbalgen. Das Gehalt dürfte auch nicht weit auseinanderliegen und die Chancen sind beim BVB besser. Chelsea hatte es auch nicht geschafft Schürle zu holen und Bender war 2. Wahl, wenn es mit Martinez nicht klappen würde und er hatte kurz vorher bei Leverkusen längerfristig verlängert. Schürle und Bender waren trotz posetiver Einstellung zu ihrem Verein nicht so begeistert, dass Leverkusen prompt abblockte.
22:05
Wer ist denn eigentlich dieser Martinez?Respekt vor solchen Spielern wie Hummels,Reus und Bender und so weiter die sich nicht für die Bazibank entschieden haben.Die Zeiten sind zum Glück vorbei.Aber aus Würstchen-Ulis sicht eh nur Charakterlose Spieler.So kennt man die halt nicht anders,wenn nicht nach München dann halt nichts wert.
noch ein Ahnungsloser. Sind ja richtige Experten hier am Start