Der Fall Müller löst Wirbel im Fußball aus

Mainz..  Das Gerichtsurteil zugunsten des ehemaligen Mainzer Bundesliga-Torhüters Heinz Müller hat den deutschen Fußball in Aufregung versetzt. Nachdem 2014 Müllers Zweijahresvertrag beim FSV Mainz 05 ausgelaufen war und er den Verein verlassen musste, hatte er auf „Feststellung des Fortbestandes als unbefristetes Arbeitsverhältnis“ geklagt.

Mit Erfolg: Das Arbeitsgericht Mainz entschied, dass Müllers Vertrag gar nicht hätte befristet werden dürfen, weil dies laut Gesetz nur im Falle eines „sachlichen Grundes“ oder bis zu einer Gesamtdauer von zwei Jahren zulässig sei. Beides habe bei Müller nicht zugetroffen, weil der Torwart schon von 2010 bis 2012 einen befristeten Vertrag bei den Mainzern unterzeichnet hatte.

„Für mich steht außer Frage, dass das allgemeine Arbeitsrecht im Fußball so nicht gelten kann“, sagt FSV-Präsident Harald Strutz, der Verein will deshalb vor das Landesarbeitsgericht ziehen. Für die Vereine gibt es ein Horror-Szenario: Dass sie die Spieler künftig bis zur Rente weiterbezahlen müssten.