„Der Aufstieg fühlt sich absolut großartig an“

Das 1:0 über den FC Gütersloh war der Schlusspunkt einer für den TuS Erndtebrück großartig verlaufenen Saison in der Fußball Oberliga Westfalen. Die Wittgensteiner beenden die Spielzeit als Meister und steigen in die Regionalliga West auf. Wir haben mit dem 1. Vorsitzenden Dirk Beitzel über den letzten Spieltag, die Aufstiegssaison und die kommenden Aufgaben gesprochen.

1 Herr Beitzel, jetzt ist es geschafft. Wie fühlt es sich an, wenn man eine Saison als Meister und Aufsteiger beendet?

Selbstverständlich fühlt sich das absolut großartig an. Ich stehe hier gerade auf dem Balkon am Stadion und kann das Ganze noch gar nicht fassen. Hier war nach dem Spiel richtig was los und die Mannschaft hat sich von den Fans feiern lassen. Dann noch die Übergabe des Pokals - das sind schon besondere Momente.

2 Das Team ist ja nicht als Aufstiegs-Favorit in die Saison gestartet. Was war denn das Erfolgsgeheimnis der Mannschaft?

Wir haben vor zwei Jahren hier eine völlig neue Mannschaft aufbauen müssen, weil uns fast das ganze Team verlassen hat. Der Trainer hat es geschafft, eine Truppe mit einem ganz besonderen Teamspirit aufzubauen, die von absolutem Willen gekennzeichnet ist.

3 Und jetzt nach dem Aufstieg kommen noch einige Spieler dazu?

Wir haben bereits die Mittelfeldspieler Yannik Jaeschke und Marcel Andrijanic von Regionalligist SV Rödinghausen verpflichtet. Dazu verlieren wir ja auch sechs Spieler. Wir werden sicher den Kader noch entsprechend vervollständigen.

4 Was sind denn neben eventuellen Transfers noch weitere Arbeiten, die Sie bis zum Regionalligastart erledigen müssen?

Wir müssen vor allem am Stadion etwas tun. Das sind jetzt zwar keine riesigen Beträge, aber Kleinigkeiten müssen doch gemacht werden. So muss das ganze Gelände umzäunt sein und auch in Sachen Sicherheit im Gästeblock muss noch einiges gemacht werden. Wir hoffen, dass wir möglichst selten aus Sicherheitsgründen ins Siegener Stadion ausweichen müssen.

5 Stichwort Siegen: Die Sportfreunde gehen Ihnen ja durch dem Abstieg aus der Regionalliga aus dem Weg. Wie ist die neue Situation, der erfolgreichste Fußball-Verein in der Region zu sein?

Zunächst einmal hätten wir sehr gerne ein Derby in der Regionalliga gehabt. Wir wollen nicht in Konkurrenz zu Siegen treten, sondern hier im Wittgensteiner Land etwas eigenes aufbauen. Aber wir hoffen schon, dass der ein oder andere Sponsor merkt, dass wir der höchstklassigste Verein in der Gegend sind.