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Denise Herrmann bringt Bundestrainer Ullrich zum Schwärmen

04.01.2013 | 14:54 Uhr
Denise Herrmann bringt Bundestrainer Ullrich zum Schwärmen
Bringt den Bundestrainer mit ihren Leistungen zum Schwärmen: Denise Herrmann.Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Toblach.  Langlauf-Bundestrainer Frank Ullrich lobt seinen Schützling Denise Herrmann nach der fünften Etappe der Tour de Ski in den höchsten Tönen. "Ein Lichtblick" sei die 24-jährige Oberwiesenthalerin, die mit dem achten Platz Anschluss an die Spitzengruppe um die Polin Justyna Kowalczyk hält.

Frank Ullrich muss noch immer staunen, wenn Denise Herrmann bei der Tour de Ski ihren Endspurt anzieht. 'Wie sich Denise als Sprinter auf der Distanz in Szene setzt, ist ein richtiger Lichtblick', sagte der Langlauf-Bundestrainer, nachdem Herrmann auf der fünften Etappe im italienischen Toblach mit Platz acht den Anschluss an die Spitzengruppe gewahrt hatte : 'Was sie leistet, ist nach wie vor ganz toll.'

Sogar ein Platz auf dem Podium ist noch möglich. In der Gesamtwertung liegt Herrmann (Oberwiesenthal) als Achte nur 32,6 Sekunden hinter Therese Johaug (Norwegen), die Rang drei belegt. Einzig Justyna Kowalczyk scheint auf dem Weg zu ihrem vierten Tour-Triumph in Serie nicht aufzuhalten zu sein. Die Polin führt nach ihrem zweiten Etappensieg in Serie über 3,3 Kilometer mit 1:03,6 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Charlotte Kalla (Schweden).

Bundestrainer Ullrich ist verblüfft, dass die 24-jährige Herrmann seit fünf Tagen mit der Weltklasse mithält. Denn: 'Diese Tour ist nichts für Halbseidene, das ist schon richtig kernig.' Herrmanns Erfolgsgeheimnis verriet Ullrich im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID): 'Du musst in deine Sportart verliebt sein - und das ist Denise.'

Die Hochgelobte hatte zu Beginn ihrer Karriere die Möglichkeit, zum Biathlon zu wechseln und dadurch stärker im Fokus der Wintersportfans zu stehen. 'Sie hat sich aber dagegen entschieden, weil sie gespürt hat, was sie hier erreichen kann', sagte Ullrich, der 1980 in Lake Placid olympisches Gold im Biathlon gewonnen hatte.

Zeller hat viel Kraft gelassen

Während Herrmanns Höhenflug andauert, knüpfte Katrin Zeller nicht an ihre Gala-Vorstellung auf der Königsetappe über 15 Kilometer an. Dort war sie in der Verfolgung Bestzeit gelaufen. 'Gestern hat sie unglaublich viel investiert und viel Kraft gelassen', sagte Ullrich. Sein Schützling aus Oberstdorf landete auf Platz 31, verteidigte aber Platz 13 im Gesamtklassement.

Bei den Männern hofft die Langlauf-Nation Norwegen auf ihren ersten Gesamtsieg in der siebenjährigen Tour-Geschichte. Petter Northug baute über fünf Kilometer seine Führung vor dem dreimaligen Champion Dario Cologna (Schweiz) auf 16,1 Sekunden aus. Platz drei belegt der Russe Alexander Legkow (+23,4). Das 5. Teilstück in Südtirol entschied allerdings der Kasache Alexei Poltoranin für sich.

Tobias Angerer (Vachendorf) ist 14. und wahrte seine Chance auf eine Platzierung unter den Top10. Vor den abschließenden Etappen in Val di Fiemme fehlen ihm 16,2 Sekunden auf den zehntplatzierten Calle Halfvarsson (Schweden). Jens Filbrich (Frankenhain) liegt auf Platz 20. 'Tobi und Jens wollen noch einen Angriff starten', kündigte Ullrich bereits an.

Bester Deutscher in Toblach war allerdings Andy Kühne (Oberwiesenthal) auf Platz zwölf. 'Dafür spreche ich ihm ein riesiges Kompliment aus. Die klassische Technik liegt ihm einfach', sagte Ullrich, bevor ihm wieder seine Lieblingsschülerin Herrmann einfiel: 'Das ist wie bei Denise. Einfach eine Augenweide. Auch sie zelebriert diese Technik.' (sid)



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