Dem Frust folgt beim BVB die Selbstkritik
23.08.2010 | 17:07 Uhr 2010-08-23T17:07:00+0200Dortmund.Fehlgestartete Dortmunder Borussen suchen nach der 0:2-Heimniederlage zum Bundesliga-Auftakt gegen Leverkusen nicht nach Ausreden. Hannover will Hajnal, offiziell weiß der BVB aber noch nichts davon.
Den Besuch hatte Jürgen Klopp noch gebraucht. Ein Reporter aus Polen war zu Gast, er befragte Borussia Dortmunds Trainer in englischer Sprache und forschem Tonfall. Es ging um zwei polnische Spieler, die seit Saisonbeginn ihren Dienst in schwarz-gelber Kleidung verrichten. Er habe gehört, dass Lukasz Piszczek in der Europa League gegen Qarabag gut gespielt habe, meinte der Mann, und jetzt wüsste er doch gerne mal, warum ihn der Trainer gegen Leverkusen zunächst draußen gelassen habe.
Klopp grummelte einen Moment und zischte dann: „Meine Entscheidung!“ Der Pole bohrte nach: „Warum?“ Klopp blieb bockig: „Weil ich es so entschieden habe.“
Damit aber ließ sich der Berichterstatter noch nicht abschütteln. Jetzt wollte er auch noch wissen, warum Robert Lewandowski, der auch nur eine halbe Stunde mitwirken durfte, nicht neben Lucas Barrios im Angriff, sondern hinter dem Torjäger auf einer Position gespielt habe, die nicht zu ihm passe. Klopp kochte innerlich, das war erkennbar. „Wir ändern unser System nicht für einen Spieler“, herrschte er den Hartnäckigen an. In diesem Moment hatte die Laune des Trainers, die nach der 0:2-Heimniederlage zum Saisonstart gegen Bayer Leverkusen ohnehin nicht die beste sein konnte, Tiefstwerte erreicht. Man brach das Zwiegespräch ab.
Meyer gab Fehlentscheidung zu
Natürlich ist der Frust der Borussen groß nach diesem Start. Hier die eigene Mannschaft, die sich vor allem im Defensivverhalten und im Spielaufbau wie ein Ausbildungsteam verhielt, dort ein Gegner, der selbstbewusst, gefestigt und sicher auftrat. „Leverkusen war in Topform und wir in schlechter Form“, bekannte Sportdirektor Michael Zorc. „Wir haben schlecht verteidigt und hatten Probleme im zentralen Mittelfeld.“ Auch Jürgen Klopp suchte nicht nach Ausreden. Es spricht für ihn, dass er die Schuld an der Niederlage auch nicht dem Schiedsrichter-Gespann zuschrieb, obwohl das Team von Florian Meyer in einer bedeutenden Situation falsch gelegen hatte: Es raubte dem BVB den Treffer zum 1:1 durch Sebastian Kehl wegen angeblicher Abseitsstellung. Meyer gab nach Ansicht der Fernsehbilder zu: „Das war eine Fehlentscheidung.“ Dass Klopp kommentierte, seine Mannschaft hätte mehr Fehler gemacht als der Schiri-Assistent, begrüßte Meyer sehr: „So sieht ein respektvolles Miteinander aus.“
Besonders bitter für den BVB war, dass Leverkusen schon eine Minute später den entscheidenden Punch landete – das 2:0 war der frühe K.o. für die an diesem Tag verzweifelt und vergeblich nach Stabilität suchenden Dortmunder.
Auf dem Abstellgleis
Sie werden sich schnell wieder sammeln müssen, denn die nächsten Aufgaben folgen zügig: Am Donnerstag (18 Uhr) steht nach dem 4:0-Hinspielsieg das zweite Play-off-Spiel zur Gruppenphase der Europa League bei Qarabag Agdam in Aserbaidschan an, am Sonntag (17.30 Uhr) reist der BVB zum ebenfalls schwach in die Bundesligasaison gestarteten VfB Stuttgart.
Dass Tamas Hajnal in diesen Begegnungen eine Rolle spielen wird, erscheint unwahrscheinlich. Der Mittelfeldmann ist beim BVB auf dem Abstellgleis gelandet, Hannover hat die Fühler nach ihm ausgestreckt. Die 96er sind nach Auskunft ihres Klubchefs Martin Kind an einem Ausleihgeschäft interessiert.
Borussia Dortmund ist aber offiziell noch nicht informiert worden. „Es gibt kein Angebot“, erklärte Sportdirektor Michael Zorc auf Anfrage dieser Zeitung, Grundsätzlich plane der BVB nicht, noch einen Spieler abzugeben. „Wenn allerdings einer auf uns zukommt und uns sagt, dass er unzufrieden ist, dann befassen wir uns damit. Das ist aber bisher noch nicht geschehen.“
Hajnal überlegt noch
Der ungarische Nationalspieler, der beim Pokalsieg in Burghausen noch nicht einmal zum Aufgebot gehört hatte, saß gegen Leverkusen zwar auf der Bank – doch obwohl Jürgen Klopp dreimal wechselte, war nach wie vor kein Platz im Team für den 29-Jährigen.
Hajnal möchte all dies derzeit „nicht kommentieren“. So viel verriet er im Gespräch mit dieser Zeitung aber dann doch: „Es ist noch keine hundertprozentige Entscheidung gefallen.“ Es sei auch denkbar, dass er beim BVB bleibe. „Ich habe hier immer meine maximale Leistung abgerufen und habe noch einen Vertrag über zwei Jahre.“

11:40
Super. Spielt weiter so BVB. Da haben wir wie an jeden spieltag was zu lachen. Dann steht Ihr nicht hinter schalke sondern auch hinter den aufsteigern. Auf gehts...
10:11
Macht mal langsam. Es war der erste Spieltag, das Problem ist erkannt. Schwierig die Position von Kehl. Bender wäre wohl, zumindest momentan, die bessere Alternative. Aber das muss der Trainer entscheiden. Ich finde, der BVB macht gerade fast alles richtig: Gute Transfers (Lewa kommt bestimmt noch an), gute Vereinspolitik (geringster Schuldenstand seit mehr als 8 Jahren (auch, wenn die Bilanz negativ war)), sensationelle Verkettung von Jugend-Ama-Profis (vgl. dazu gemeinsame Aktionen) etc. Nun sollten wir Fans (ja, die Blauen nicht, ich meine richtige Fans [wobei den Blauen wohl bald der Verein fehlen wird den es zu unterstützen gilt]) mal nen Stück Vertrauen in die Arbeit haben, selbst wenn das schwere Auftaktprogramm bescheiden läuft. Auf eine gute Saison und volle Unterstützung für jeden im Verein
15:06
Klopp hatte die Erklärung schon in der letzten Saison abgegeben: Ihr habt keine Eier!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
14:40
#24:
Bei einem zweiligauser kein Wunder das so ein Blödsinn kommt.
Ich verkaufe dir aber gerne ein t. Frag mal den Magath ob ihr noch Geld dafür habt.
14:38
@paul w. mein Kommentar war nicht wirklich glücklich ein bisschen übertrieben der Tonart, ich wollte dich nicht angreifen war ja gute kritik von dir, bin übers Ziel hinaus geschossen wie man so schön sagt XD
Im Endeffekt wollte ich sagen das Götze jung ist und man ihn nicht wegen einem Spiel gegen Castro und Vidal fertig machen sollte, was du ja auch nicht machst, er wird sein Spiel ja noch variieren können. Das kommt alles mit Erfahrung und Spielpraxis.
14:27
#23 das könnt ihr ja alle hoffen, aber umsonst.macht ihr mal so weiter, der abstieg ist nahe.bei diesem zweiligatrainer kein wunder.
11:56
@Schalker1963
Wenn Felix Magath den Verein in 1-2 Jahren verlässt wirst Du mal sehen, was der FC Schalke noch sein eigen nennt - und Du wirst überrascht sein was so ein Titel (wenn es ihn denn gibt) mit Felix Magath gekostet hat.
(... oder bist Du immer noch so ein Träumer der meint dass ein Raul für 4 Millionen in gelsenkirchen vor den Ball tritt ?)
11:39
Zu 19: Meine Kritik sollte nicht ächzend sein. Bei der von Dir angesprochenen guten Abwehr von Leverkusen hätte man aber das Spiel öffnen sollen und der Abwehr mehr Laufwege aufbürden müssen. Möglicherweise wäre sie dann weichgekocht worden.
Zu 20: Entferne die Schmalspur aus Deinem Gehirn. Habe schon bessere Kommentare, auch von Blau/Weiß, gelesen.
11:33
#20 von Schalker1963
Da spricht ja ein richtiger blassBlauer Volltrottel!!!
FC Pleite 05 und zugleich FC Erfolglos 05 ........ und ne Klappe am Kopf wie ein Abo-Meister!!!
Dumm und Dämlich gehen in Gelsenkirchen zusammen schlafen!!
11:02
Weiß jemand, was die schwach-gelben Zecken überhaupt noch Ihr Eigen nennen können?????????? Schalke ist der geilste Club der Welt!!