DEB-Team verpasst das Viertelfinale

Prag..  Der Traum vom WM-Viertelfinale ist endgültig zerstört, der Alptraum Abstieg dagegen noch nicht verhindert. Nach dem 2:4 (1:1, 1:2, 0:1) gegen Tschechien müssen Deutschlands Eishockey-Cracks an diesem Montag gegen Österreich mindestens noch einen Punkt holen, um den Klassenverbleib zu sichern. Am Sonntag reichten Tore von Daniel Pietta (8. Minute) und Michael Wolf (24.) sowie eine erneut überzeugende Teamleistung nicht für den ersten WM-Sieg seit acht Jahren gegen den zwölfmaligen Weltmeister um Jaromir Jagr.

Die NHL-Legende besiegelte mit seinem Treffer (56.) die deutsche Niederlage. Zudem trafen Michal Vondrka (14.), Petr Koukal (26.) und Jakub Voracek (28.) für den WM-Gastgeber, der damit den Viertelfinaleinzug perfekt machte. Durch die vierte Niederlage im sechsten WM-Spiel ist auch praktisch die letzte Chance dahin, im nächsten Jahr die Qualifikation für Olympia 2018 in Deutschland ausrichten zu können. Auch mit einem Sieg gegen Österreich am Montag (16.15 Uhr/Sport 1) könnte das deutsche Team die dafür notwendigen Punkte in der Weltrangliste wohl nicht mehr erreichen.

Trotz der dritten Klasse-Leistung binnen vier Tagen ist theoretisch sogar der Abstieg möglich. Um diesen auch rechnerisch auszuschließen, ist noch ein Punkt notwendig. „Wir müssen gewinnen, ganz einfach, wir spielen dann nicht nur auf einen Punkt“, stellte Patrick Reimer klar und sagte zur Niederlage trotz erneut guten Spiels: „Das ist sehr bitter. Wir haben alles gegeben und vielleicht den ein oder anderen Fehler zu viel gemacht.“

Bei einer Niederlage gegen Österreich müsste die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes im schlimmsten Fall sonst noch bis Dienstagabend zittern und wäre von den anderen Ergebnissen abhängig. Am letzten Vorrundenspieltag der WM hat Deutschland spielfrei.

In der hitzigen Atmosphäre vor 17 383 Zuschauern in der ausverkauften Prager Arena stand Deutschland erwartungsgemäß von Beginn an unter Druck. Große Torchancen erspielte sich die tschechische Offensive um Volksheld Jagr zunächst aber nicht. Deutschland zeigte kämpferisch eine ähnlich starke Leistung wie beim 3:4 gegen Schweden am Donnerstag und setzte auch spielerische Akzente. Dennoch reichte es im Schlussdrittel nicht mehr zum Ausgleich.