De Zordo schafft die silberne Sensation
31.07.2010 | 23:05 Uhr 2010-07-31T23:05:00+0200
Barcelona.Speerwerfer Matthias de Zordo sorgte mit der gewaltigen Steigerung auf 87,81 Meter für die nächste EM-Überraschung im deutschen Leichtathletik-Team. Sein zweiter Platz übertraf alle Erwartungen.
Während Matthias de Zordo seine Freude in den Abendhimmel über Barcelona schrie, war sein Trainer Boris Henry für einen Moment sprachlos. Dass sein Schützling „ein Pfund drauf“ hatte, war dem früheren WM- und EM-Dritten im Speerwurf nicht verborgen geblieben. Aber dass der 22-Jährige mit seinem Silber-Coup bei der EM den einstigen Erfolg seines Coachs sogar übertreffen würde, hätte dieser nicht zu träumen gewagt.
„Was soll ich sagen? Er ist Vize-Europameister und hat weiter geworfen, als ich es je getan habe - ich bin fassungslos“, sagte Henry und sah alle seine Erwartungen übertroffen: „Das Ziel war unter die ersten acht zu kommen. Aber was er da abgefeuert hat, war einfach unglaublich.“
De Zordo steigerte sich
Schon im ersten Versuch hatte de Zordo mit 86,22 m seine persönliche Bestleistung um 1,84 m übertroffen. Nachdem Weltmeister und Olympiasieger Andreas Thorkildsen aus Norwegen kurz darauf mit zehn Zentimeter mehr gekontert hatte, legte der Saarbrücker noch eine „Schippe“ drauf: 87,81 m bedeuteten nochmals eine deutliche Steigerung, auch wenn Thorkildsen seinen Titel mit 88,37 m am Ende erfolgreich verteidigte.
„Um diesen Erfolg zu realisieren, brauche ich wahrscheinlich ein paar Tage“, sagte de Zordo, der sich vor dem Wettkampf nicht einmal in Topform gefühlt hatte: „Am Morgen hatte ich noch richtig schwere Beine, deshalb bin ich selbst völlig überrascht, dass es plötzlich so gut gelaufen ist. Das hätte ich nie erwartet.“
Potenzial im Junioren-Alter angedeutet
Sein Potenzial hatte der Zeitsoldat bereits in den vergangenen Jahren angedeutet, als er im Junioren-Alter mit ersten großen Erfolgen auf sich aufmerksam machte. So wurde er 2007 sogar U20-Europameister. Bei den Männern brachte er es bis Barcelona nur auf den Titel des Militär-Weltmeisters 2009.
Zusätzliche Motivation hatte er vor dem Wettkampf noch von Werner Daniels, Trainer von Vize-Europameisterin Christina Obergföll, erhalten. In Anspielung auf Henry, dessen Markenzeichen früher die umgekehrte Baseball-Cap war, hatte Daniels de Zordo einen Kasten Bier versprochen, wenn er ohne Mütze eine Top-Leistung bieten würde. EM-Silber dürfte überzeugend gewesen sein. Zwei Kästen sind de Zordo sicher. (sid)

19:31
Neid ist die aufrichtigste Art der Anerkennung.
10:27
Also silbe für Italien :)
07:41
Matthias De Zordo ist Halb-italiener. die Mutter stammt aus Italien.
07:28
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02:15
Kleine Anfrage: de Zordo klingt auch schon wieder so ESPANOL.
Was die alles gewinnen...und nur Jan Ulrich steht am Pranger...die Nicht-Protokolle der Guardia Civil und anderer Komiker sind ja bekannt.
Das hat nichts mit dem o.g. Herrn zu tun.
Aber ein Land mit einer Arbeitslosigkeit, die ioffiziell schon über 20 v.H. liegt.....guckt da keiner? Soll E immer gewinnen?