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"Das wirft uns nicht um"

02.09.2007 | 11:22 Uhr

HANNOVER - BOCHUM 3:2. VfL-Trainer Marcel Koller nimmt die erste Saisonniederlage bei den Niedersachsen gelassen hin. Hashemian trifft nach zwischenzeitlichem 2:2 per Kopf zum Sieg.

HANNOVER. Es gibt Tage, da sollte man einfach im Bett bleiben. So oder ähnlich dürfte Jan Lastuvka gedacht haben, als er am Samstagnachmittag den Rasen nach der 2:3 (1:2)-Niederlage des VfL Bochum bei Hannover 96 verließ.

Denn der Bochumer Schlussmann hatte bis zur 84. Minute bei einem harmlosen Ball die runde Kugel praktisch überhaupt nicht berührt. Dafür hatte der Tscheche zuvor aber gleich dreimal hinter sich greifen müssen.

Unerklärliche Schwächeperiode

Beim 0:1 in der zwölften Minute, als er einen durchaus haltbaren Weitschuss von Mike Hanke passieren ließ. In der 36. Minute, als ein weiterer Weitschuss von Jan Rosenthal nach einem Abwehrfehler von Marcel Maltritz unhaltbar ins Netz ging.

Und ein letzes Mal, als der gerade 50 Sekunden zuvor eingewechselte Ex-Bochumer Vahid Hashemian nach einem schönen Zuspiel von Michael Tarnat mit dem Kopf vor gut 30 000 Zuschauern für den 3:2-Endstand sorgte (71.).

Eine im Grunde nicht zu erklärende Schwächeperiode der Hannoveraner hatte Bochum, das im ersten Abschnitt eigentlich gar nicht auf dem Platz war, noch einmal ins Spiel gebracht, als Tommy Bechmann kurz vor dem Pausenpfiff wie aus heiterem Himmel auf 1:2 verkürzte (44.). Und nach einem Foul am schnellen Slowaken Stanislas Sestak erzielte Maltritz gar per Foulelfmeter in der 65. Minute das verdiente 2:2.

Als Bochum dann aber versuchte, den Sack endgültig zu schließen und ohne Absicherung nach hinten zum Sturm blies, da ging der Schuss nach hinten los und der Iraner Hashemian brachte den ersten Saisonsieg der Gastgeber doch noch unter Dach und Fach.

Bochums Trainer Marcel Koller nahm den ersten Rückschlag der neuen Spielzeit nach zuvor zwei Siegen und einem Unentschieden aber sichtlich gelassen hin.

"Vielleicht kam diese Niederlage zur richtigen Zeit. So sieht der eine oder andere vielleicht, dass nicht alles von alleine geht", meinte der Schweizer nach dem Abpfiff. Und fügte hinzu: "Diese Niederlage war unnötig. Sie wird uns aber nicht aus dem Konzept bringen. Einige haben heute gesehen, dass sie immer wieder bei Null anfangen müssen."

Bester Laune war natürlich Dieter Hecking. "Heute hat die Bank das Spiel gewonnen", kommentierte Hannovers Trainer den Erfolg, der einen bösen Fehlstart an der Leine verhinderte.

Denn neben Hashemian wussten auch die weiteren eingewechselten Akteure Arnold Bruggink und der erst am Freitag von Werder Bremen verpflichtete Christian Schulz zu überzeugen.

Gleichwohl gab Hecking die Schwächeperiode seiner Elf, die beinahe den Sieg gekostet hätte, schwer zu denken. "Einige Spieler haben noch nicht den Rhythmus, den man in der Bundesliga braucht", stellte Hecking fest.

Deshalb will der Coach die nun folgende 14-tägige Pause nutzen, um seine Schützlinge auf Vordermann zu bringen. (NRZ)

JOCHEM PAUS

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