„Das Schwierigste ist, sich sportlich zu qualifizieren“

Die Drittliga-Handballer vom TuS Ferndorf sind glänzend in die Rückrunde gestartet und stehen weiter an der Tabellenspitze. Nur eine Woche nach dem Derby-Erfolg gegen Schalksmühle gewannen die Siegerländer auch beim starken Leichlinger TV mit 22:21 (12:13). Stehen jetzt alle Zeichen auf Aufstieg? Wir haben mit dem Sportlichen Leiter Dirk Stenger gesprochen.

1 Herr Stenger, wie zufrieden sind Sie mit dem erfolgreichen Rückrundenauftakt Ihres Teams?

Wir wussten, dass wir mit dem Derby gegen Schalksmühle und dem Spiel gegen Leichlingen ein knüppelhartes Programm haben, daher bin ich natürlich sehr zufrieden. In der Hinrunde haben wir ja beide Spiele verloren, umso schöner sind natürlich die beiden Siege. Insbesondere, da Leichlingen ein kleines bisschen unser Angstgegner ist.

2 Leichlingen war ja auch das letzte Team, gegen das Ihre Mannschaft verloren hat. Was für eine Entwicklung haben Sie seitdem in Ihrem Team beobachtet?

Wir haben die ersten beiden Spiele der Saison verloren und waren da noch etwas unsicher. Der anschließende Sieg gegen Minden war sowas wie die Initialzündung. Seitdem sind wir ins Rollen gekommen und es kämpft jeder für jeden. Wir stehen ja schon bei 14 Siegen in Folge.

3 Wie schätzen Sie die Leistung von Alex Koke ein, der gegen Leichlingen 12 von insgesamt 22 Toren Ihres Teams erzielt hat?

Alex ist ein Spieler, der bei uns den Unterschied macht. In der Hinrunde ist er noch öfter von der Bank gekommen. Auf der Mitte ist aber jetzt Simon Breuer angeschlagen und uns fehlt mit Niklas Weis ein weiterer starker Scorer. Alex ist mehr gefordert, hat mehr Würfe und ist dieser Aufgabe voll gewachsen.

4 Kann man denn schon an den Aufstieg denken? Immerhin sind Sie Tabellenführer und in einer tollen Form...

Ja, daran denken kann man schon, es wird aber schwer genug. Wir haben noch viele schwere Spiele. Jetzt am Samstag geht es schon gegen Minden und die haben einige Spieler aus dem Bundesliga-Kader im Team. Bei uns fehlen immer noch ein paar Spieler verletzt. Das wird also eine richtig schwere Prüfung.

5 Was käme denn im Falle eines Aufstiegs auf Sie als Sportlicher Leiter zu?

Wir planen schon jetzt zweigleisig. Bis zum 30. April müssen wir die Unterlagen für eine Lizenz zur zweiten Liga einreichen und werden das auch tun. Die dafür geforderten Rahmenbedingungen oder die Halle sollten für uns kein Problem darstellen. Auch die geforderten Sicherheiten bereiten uns kein Kopfzerbrechen. Das Schwierigste ist, sich sportlich zu qualifizieren.