Das Eishockey-Wunder von Düsseldorf

Düsseldorf..  Auch wenn die Düsseldorfer EG gegen den deutschen Eishockey-Meister ERC Ingolstadt gescheitert ist: Allein das Erreichen des Halbfinales in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist für die DEG die Krönung einer sensationellen Entwicklung. Mit 1:4 verloren die Rheinländer die Halbfinal-Serie, das letzte Spiel ging 2:6 verloren - und doch ist die Düsseldorfer EG aus dem Tabellenkeller in die Beletage des europäischen Eishockeys aufgestiegen. Ingolstadt trifft ab Freitag im Finale auf die Adler Mannheim. Der achtmalige deutsche Meister Düsseldorf mutierte innerhalb der vergangenen elf Monate von einem kaum beachteten Liga-Schlusslicht zu einem Meisterschaftsanwärter. Die Herzen fliegen dem Traditionsclub wieder zu.

„Man merkt, wie sehr die Düsseldorfer danach gelechzt haben, wie ein Phönix aus der Asche zu steigen“, sagte Trainer Christof Kreutzer (Bild). „Mit dem fünften Platz und dem Halbfinale ist es viel besser als gedacht gelaufen. Das hatte mit Glück, aber auch mit Fleiß zu tun. Die Mannschaft hat sich nie hängen lassen. Das haben die Fans gespürt“, sagte Geschäftsführer Jochen A. Rotthaus. Nach Platz fünf in der Hauptrunde und dem Halbfinal-Einzug steht durch das Ausscheiden der Grizzly Adams Wolfsburg nun auch die Qualifikation für die Champions Hockey League (CHL) fest.

Der Beginn der Renaissance war 2014 der Einstieg der Geschäftsleute Michail Ponomarew und Peter Hoberg, die 20 Prozent der Anteile an der DEG Eishockey GmbH halten. Allerdings ist der Etat „die Hälfte von oben“, sagt Rotthaus mit Blick auf den rheinischen Rivalen Kölner EC. Erfolge gab es trotzdem - und so ist die DEG wieder Stadtgespräch - und will es lange bleiben.