Das Doping-Urteil im Fall Soukou sieht am Ende nur Verlierer

Essen..  Die Spruchkammer des Westdeutschen Fußball-Landesverbandes tagte und tagte – um am Donnerstag kurz vor Mitternacht doch das allseits erwartete Ergebnis zu präsentieren: Rot-Weiss Essens Spieler Cebio Soukou, der nach dem Regionalligaspiel bei den Sportfreunden Lotte positiv auf die verbotene Substanz Methylhexanamin getestet wurde, wird mit sofortiger Wirkung bis zum 30. Juni 2015 gesperrt. Zudem wird seinem Verein der gewonnene Punkt aus der Partie (1:1) abgezogen. Kurios: Für die beteiligten Lotter wird die Spielwertung von 1:1 beibehalten. Das Urteil stellte somit keinen der Beteiligten zufrieden.

Am wenigsten Soukou, der trotz Aussage eines unabhängigen Laborarztes, der bestätigt hatte, dass die Substanz nur in geringer Menge in einem Vitaminpräparat erhalten war und nicht leistungsfördernd wirken kann, nicht mit dem erhofften milden Urteil davonkam. Sein Anwalt Michael Lehner: „Das Urteil ist schlecht für den Fußball, weil es ins Meisterschaftsgeschehen eingreift. Die Herrschaften beim Verband waren voreingenommen.“

Die Verantwortlichen von Rot-Weiss Essen haben nun zehn Tage Zeit für die Überlegung, ob sie gegen den Punktabzug in Berufung gehen. Und auch die Sportfreunde Lotte überlegen, ob sie das Urteil in dieser Form akzeptieren wollen.