Darmstadt kann den Durchmarsch schaffen

Essen..  Hochspannung in der 2. Fußball-Bundesliga: Vor den finalen 180 Saisonminuten stehen noch alle sechs Entscheidungen im Kampf um den Aufstieg und gegen den Abstieg aus. Am 33. Spieltag dürfte sich das ändern, wenn am Sonntag alle neun Partien zeitgleich um 15.30 Uhr angepfiffen werden.

Aufstiegskampf: „Drei aus fünf“ lautet die Aufstiegsformel. Und die erste große Party scheint in Ingolstadt programmiert, beim Spiel gegen RB Leipzig. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung der Oberbayern auf Platz drei. Die Möglichkeit des Scheiterns liegt eigentlich im Promillebereich, auch wenn die Schanzer am letzten Spieltag noch in Kaiserslautern antreten müssen.

Aufsteiger Darmstadt steht mit Trainer Dirk Schuster vor dem Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga. Nach dem 1:0 in Karlsruhe sind die Hessen euphorisiert. Tobias Kempe, der im Topspiel beim KSC der Matchwinner war, setzt auch in Fürth auf den Teamgeist: „Wir müssen erneut alles reinwerfen. Für Fürth geht es ums Überleben, auch dort können wir erneut nur gemeinsam bestehen.“

Der 0:2-Tiefschlag gegen St. Pauli war für die junge Lauterer Mannschaft „nicht einfach zu verdauen“, wie Trainer Kosta Runjaic zugab. Seit dem 23. Spieltag zählten die Pfälzer immer zu den „Top drei“. Jetzt ist sogar die Relegation in Gefahr. Vierter war der viermalige deutsche Meister schon 2014.

Der vierte Aufstiegs-Brennpunkt ist Braunschweig: Für die Eintracht könnte selbst ein Heimsieg gegen Karlsruhe zu wenig sein, um noch im Rennen um Rang drei zu bleiben. Die Relegationsspiele gegen den Bundesliga-16. sind auch das neue Ziel des KSC.

Abstiegskampf: Sieben Teams zittern noch, nachdem der SV Sandhausen nach dem Abzug von drei Punkten mit 38 Zählern rein rechnerisch auch noch mal gefährdet ist. Kurios: Alle sieben Vereine (Sandhausen, FSV Frankfurt, Fürth, St. Pauli, Aue, 1860 München und VfR Aalen) haben am vorletzten Spieltag ein Heimspiel.

Dieser Vorteil könnte im Fall des Tabellenvorletzten 1860 München eher ein Nachteil sein. 13 Punkte, so wenig wie kein anderes Zweitligateam, holten die „Löwen“ in der Allianz Arena. Trotzdem steht gegen den „Club“ aus Nürnberg ein echtes Heimspiel an: 60 000 plus x Zuschauer werden erwartet. „Die vielen Zuschauer werden uns zusätzlich Ansporn geben“, glaubt 1860-Profi Dominik Stahl.