CAS entscheidet: Ahlmann hat gedopt
02.04.2009 | 15:55 Uhr 2009-04-02T15:55:00+0200Marl. Der CAS hat Springreiter Christian Ahlmann wegen Doping für acht Monate gesperrt. Bei Ahlmanns Pferd Cöster wurde bei Olympia eine verbotene Substanz nachgewiesen.
Schwerer Rückschlag für Springreiter Christian Ahlmann: Der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne hat den Capsaicin-Nachweis bei seinem Pferd Cöster während der olympischen Reiterspiele von Hongkong als Doping eingestuft und damit dem Urteil des Weltverbandes FEI widersprochen. Eine Urteilsbegründung lag am Donnerstag noch nicht vor.
"Ich bin extrem überrascht und enttäuscht. Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Das muss ich erst einmal sacken lassen", sagte Ahlmann. Der Springreiter wurde zu einer Sperre von acht Monaten verurteilt. Diese beginnt rückwirkend mit dem Tag der positiven A-Probe in Hongkong am 21. August 2008 und endet am 20. April 2009. Alle Erfolge, die Ahlmann in der Zwischenzeit erzielt hat, werden aberkannt.
Weltverband FEI bestrafte "nur" wegen verbotener Medikation
Bei der ersten Verhandlung vor dem Tribunal des Weltverbandes FEI hatte Ahlmann glaubhaft klarmachen können, dass die im Wettkampf verbotene Substanz Capsaicin durch ein Pflegemittel namens Equi-Block in den Körper seines Pferdes gelangt sei. Die FEI hatte daraufhin "nur" von verbotener Medikation gesprochen und den Reiter bis zum 18. Dezember 2008 für vier Monate gesperrt. Nur im Reitsport wird die Unterscheidung zwischen Doping und Medikation vorgenommen.
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN hatte die viermonatige Sperre für Ahlmann als "zu milde" eingestuft und deshalb den CAS angerufen. Der Doping-Verdacht sei durch die FEI nie vollständig ausgeräumt worden, hieß es aus Warendorf. Der CAS hatte den Reiter am 5. März noch einmal angehört und nun auf Doping entschieden.

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