Capri

Capri! Alleine die Erwähnung der Insel im Mittelmeer löst schönste Urlaubsgefühle aus. Sehnsüchte nach der roten Sonne, der blauen Grotte und den berühmten Fischern.

Carpi indes, ein Städtchen in der Emilia-Romagna, muss man sich wohl als ziemlich trostlosen Ort vorstellen. Das Online-Lexikon Wikipedia listet jedenfalls für Capri genau zwei (!) Sehenswürdigkeiten auf. Willkommen in der Provinz.

Immerhin wird dort höchst erfolgreich Fußball gespielt. Der FCC steht unmittelbar vor dem Aufstieg in die erste italienische Liga, was in Capri in den letzten Wochen eine Welle der Euphorie auslöste. Allerdings auch bange Fragen: Werden die Tifosi aus Turin, Neapel und Mailand den Weg zu uns überhaupt finden?

Eine unbegründete Sorge? Vielleicht. Wir erlauben uns dennoch, an die Nürnberger Fans zu erinnern, die einst anstatt nach Ahlen in das ost-württembergische Aalen kutschiert wurden, was dem Busfahrer nur so mittelgut bekam. Gerüchte besagen, dass dieser von den Schlachtenbummlern - allesamt keine Kinder von Traurigkeit - kurzerhand auf den Gehsteig befördert wurde, ehe diese sich auf den Weg nach Ostwestfalen machten. Wohl gemerkt: mit Bus.

Und als der arme Mann da so alleine am Straßenrand saß, da dürfte er sich vermutlich ganz weit weg gewünscht haben.

Vielleicht sogar nach Capri.