Bundesliga zum Mittagessen

Dass die ewige Diskussion um Anstoßzeiten irgendwann wieder aufflammen würde, war ja völlig klar. Gerade in dieser globalisierten Welt gibt es gute Gründe dafür, dass die deutschen Fußball-Klubs wenig Lust verspüren, sich von der englischen Liga finanziell immer weiter abhängen zu lassen. Wie groß der Abstand mittlerweile geworden ist, zeigt der aktuelle TV-Vertrag, über den sie auf der Insel in diesen Tagen jubeln.

Wenn es stimmt, was Schalkes Sportvorstand Horst Heldt nun erzählte, dann kassiert der Letzte der Premier League mehr als der Tabellenführer der Bundesliga. Und das ist eine Diskrepanz, die gemessen am Leistungsvermögen der Klubs völlig absurd ist. Trotzdem gibt es nachvollziehbare Gründe: Die weltweite Strahlkraft der englischen Liga ist offenbar immer noch ungleich höher und vor allem ist die Verhandlungsposition der britischen Manager ungleich besser.

Und damit ist man wieder bei den Anstoßzeiten. Die Formel ist recht einfach: Wollen die deutschen Klubs nennenswert mehr Geld kassieren, müssen sie sich auf englische Verhältnisse einlassen und den Spielplan weiter entzerren. Klar ist: Die Fans werden gerade darauf vorbereitet, dass die Bundesliga bald auch zum Mittagessen serviert wird. Weichgekocht sind sie schon lange.

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