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Bundeskanzlerin Merkel lobt Nationalelf als Musterbeispiel für Integration

26.03.2013 | 12:19 Uhr
Bundeskanzlerin Merkel lobt Nationalelf als Musterbeispiel für Integration
Kommen gut miteinander aus: Bundeskanzlerin Merkel und DFB-Präsident Niersbach.Foto: Imago

Herzogenaurach.  Bundeskanzlerin Merkel lobt die Fußballer des Deutschen Fußball Bundes als "Vorbilder für unser ganzes Land". DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nannte die DFB-Elf "Zugpferd und Lokomotive beim Thema Integration". Auch Ex-Profi Jimmy Hartwig lobt die Integrationsarbeit des DFB - wünscht sich aber noch einen dunkelhäutigen Spielmacher.

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel sind Deutschlands Fußballer "Vorbilder für unser ganzes Land ", für DFB-Präsident Wolfgang Niersbach "Zugpferd und Lokomotive beim Thema Integration": Die deutsche Multi-Kulti-Truppe wirkt weiterhin als Musterbeispiel für ein gemeinsames Miteinander und trägt laut Manager Oliver Bierhoff "das Bild eines neuen Deutschlands in die Welt".

Die Spieler mit Migrationshintergrund in Polen, der Türkei, Tunesien, Spanien oder Ghana haben die "deutschen Tugenden" wunderbar bereichert. Doch manche von ihnen mussten vor ihrer Wahl für den DFB Druck aus der Familie aushalten und wurden danach vereinzelt in der "alten Heimat" angefeindet. Auch deshalb wird Bierhoff wütend, wenn in Deutschland eine Diskussion hochkocht, warum manch einer die deutsche Hymne nicht mitsingt. "Das ärgert mich ungemein", sagt er: "Sie haben alle ein klares Bekenntnis für Deutschland abgegeben."

Khedira ärgert sich über Hymnen-Debatte

Auch Sami Khedira, der bei der Hymne schweigt, ärgert sich dann. "Es ist ein gutes Zeichen, wenn man die Nationalhymne singt. Aber man wird dadurch kein guter Deutscher", erklärt der Sohn eines Tunesiers. Wenn man nach dem Singen der Hymne geht, "dann hätte man auch Gerd Müller nie spielen lassen dürfen", meint derweil Niersbach schmunzelnd : "Der hat auch nie mitgesungen."

Am heikelsten war die Entscheidung wohl bei in Deutschland geborenen Türken. Mesut Özil oder Ilkay Gündogan entschieden sich für den DFB, die Altintop-Zwillinge Hamit und Halil oder Nuri Sahin für die Türkei. Nach seiner Entscheidung habe er Kritik abbekommen, erzählte Gündogan der FAZ. Und so war es fast sein größter Sieg, "dass ich türkische Landsleute überzeugt habe. Ich war im Winter in der Türkei in Urlaub mit meinen Eltern. Und da gab es sehr viele Menschen, die sagten: Auch wenn du für Deutschland spielst, wir sind stolz auf dich."

Deutsch-Türken haben es in der türlischen Nationalelf schwer

Mustafa Özil, Vater von Mesut, berichtet in einem Welt-Interview davon, dass die "türkischstämmigen Spieler, die in Deutschland aufgewachsen sind und sich für die Türkei entschieden haben, dort nicht glücklich sind. Sie werden im Team nicht akzeptiert, werden ausgegrenzt. Ihre Mentalität ist anders, weil sie anders aufgewachsen sind."

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Dieses Schicksal teilen viele Kollegen: Sie fühlen sich hüben wie drüben heimisch, aber auch fremd. Ob er sich in beiden Ländern als Ausländer oder in beiden Ländern als Einheimischer fühle sei "eine gute Frage", erklärt der gebürtige Brasilianer Cacau. Für den 23-malige Nationalspieler ist es ein schwieriger Spagat, beide Einflüsse zu ordnen. "Ich lebe seit 13 Jahren in Deutschland. Und ich merke, wie ich immer deutscher werde", erklärt er: "Aber es ist auch wichtig, seine Wurzeln nicht zu verlieren."

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Kommentare
28.03.2013
09:55
Bundeskanzlerin Merkel lobt Nationalelf als Musterbeispiel für Integration
von K.J.Schmitz | #7

Das Merkelchen hat von vielem keinen Plan - aber von Fussball absolut keine Ahnung.

27.03.2013
13:46
Bundeskanzlerin Merkel lobt Nationalelf als Musterbeispiel für Integration
von renibert | #6

Lob aus unberufenem Munde braucht Niemand, schon gar nicht von der ostdeutschen Mitläuferin des damaligen Unrechtsystems.

26.03.2013
22:58
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Name von Moderation entfernt | #5

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26.03.2013
21:50
Bundeskanzlerin Merkel lobt Nationalelf als Musterbeispiel für Integration
von SWISS | #4

Wenn selbst die Kanzlerin eines Landes den Unterschied zwischen Assimilation und Integration kennt...na denn Prost Feierabend!
Die aufgezählten Namen haben sich alle (freiwillig) assimiliert!

Nach dem Ductus von Frau Merkel wären Spieler wie Nuri Sahin oder Hamit Altintop demnach kein Musterbeispiel für Integration???

Schön gebrüllt **********...da dürfen Sie sich aber nicht wundern,wenn die Mehrheit der Migranten sich nicht so "integrieren" will, wie es Ihnen vorschwebt.

26.03.2013
19:20
Bundeskanzlerin Merkel lobt Nationalelf als Musterbeispiel für Integration
von Waechter12 | #3

Die DFB Reklame mit den Eltern der Nationalspieler ist auch nah an der Realität. Beim spielen der Nationalhymne hat keiner den Anstand aufzustehen.

26.03.2013
19:14
Bundeskanzlerin Merkel lobt Nationalelf als Musterbeispiel für Integration
von ratenn | #2

Rassismus gibt es in Deutschland ja nicht. Fragt mal unseren deutschen Nationalspieler
Asamoah. Oder erst neulich bei Fans bei einem Kreisligaspiel gehört:" Wieso sind eigentlich keine richtigen Deutschen mehr in der Nationalelf? "
Da ist noch viel Arbeit zu tun.

26.03.2013
18:50
Bundeskanzlerin Merkel lobt Nationalelf als Musterbeispiel für Integration
von heinxel | #1

""Sie werden im Team nicht akzeptiert, werden ausgegrenzt.""

Wie war das mit dem Rassismus? Respekt (Kampagne für Toleranz der FIFA)!


Na gut, die Fußballprofis machen 0,002 Prozent (?) der zu integrierenden Bevölkerung aus. Dann kümmern wir uns mal langsam um den Rest.

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