Bruno Labbadia spricht nur über Stärken

Bremen/Hamburg..  „Alles auf Null“: Mit einem Kurz-Trainingslager, mit geheimen Übungseinheiten und Einzelgesprächen hat Bruno Labbadia vor dem brisanten 102. Nordderby der Fußball-Bundesliga bei Werder Bremen nichts unversucht gelassen. „Ich will nicht über die Schwächen reden, jeder Spieler hat Stärken und ist deswegen beim HSV. Ich habe richtig Lust auf das Spiel“, sagte der neue Coach des abstiegsbedrohten Hamburger SV vor dem Hochsicherheitsspiel am Sonntag (15.30 Uhr).

Die Arena ist mit 42 100 Zuschauern seit Wochen ausverkauft, rund 1000 Polizeibeamte und damit 850 Einsatzkräfte mehr als üblich sollen vor, während und nach dem Risikospiel für Sicherheit sorgen. Die Bundespolizei sprach ein 15-stündiges Alkoholverbot in Regionalzügen und auf Bahnhöfen aus. Die Angst vor dem möglichen Frust der HSV-Anhänger ist groß.

Hinter verschlossenen Toren

Im zweitägigen Kurz-Trainingslager in Rotenburg/Wümme zog Labbadia indes alle Register. Nur 20 Minuten des ersten Trainings waren für Fans und Reporter einsehbar, die anderen Übungseinheiten wurden hinter verschlossenen Toren absolviert. Das größte Problem in Hamburg: Der ehemalige Stürmer muss vor allem die schlechte Trefferquote von bisher nur 16 Toren ändern.