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Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus

01.02.2012 | 11:06 Uhr
Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus
Manni Breuckmann sieht den Hype um Rudi Assauers Alzheimer-Erkrankung kritisch.

Essen.   Die Meldung, dass Rudi Assauer an Alzheimer erkrankt ist, kam für viele überraschend. Für Manfred Breuckmann dagegen nicht. Viele Journalisten hätten von der Krankheit gewusst, sagt der Hörfunkmoderator. Dass die Geschichte nun auf den "Markt" gekommen ist, ist für ihn kein Zufall. Ein Kommentar.

Die Meldung über Rudi Assauers Alzheimer-Erkrankung hat viele Fußball-Fans erschüttert. Ausgerechnet dieser Kerl wie ein Baum, ein bekennender Macho, einer von den letzten Harten (zumindest nach außen), gepackt von einer Krankheit, die ihn ganz klein macht. Die ihn in Verwirrung stürzt und ihm die Herrschaft über seine Gedanken und Taten nach und nach entreißt.

Die Schalker Szene und viele Journalisten wussten längst Bescheid. Blieb nur die Frage, wann und wie die Medien diese Geschichte auf den „Markt“ bringen würden. Als wenn ich es geahnt hätte: Rudi Assauers Alzheimer-Erkrankung wird nicht nur gemeldet, sondern mit großem Trara medial vermarktet. Oder ist es etwa purer Zufall, dass wenige Tage nach den Schlagzeilen von gestern die ‚Auto’-Biografie des Ex-Managers erscheint?

Assauer am Freitag exklusiv im ZDF

Natürlich nicht von ihm selbst geschrieben, sondern von einem Reporter des Münchner Boulevard-Blattes AZ. Ein perfekter Zeitpunkt, um mit einer schweren Krankheit eines Prominenten Auflage und Kohle zu machen. Am Freitag schlägt die große Stunde des ZDF: Dann ist Assauer zu Gast in einer ZDF-Sendung, exklusiv und nur das eine Mal, wie der Sender stolz auf seiner Internet-Seite meldet. Nur bei uns: Rudi Assauer und sein Alzheimer!

Kommt eigentlich niemand mehr auf die Idee, diesen kranken Menschen einfach in Ruhe zu lassen? Dabei geht es überhaupt nicht um die Frage, ob Assauer mit alldem einverstanden ist, oder ob für ihn ein Batzen Geld abfällt. Wenn die Tarnkappe des Mitgefühls oder der Aufklärung weggezogen wird, bleibt nichts übrig als nackter Voyeurismus.

Manfred Breuckmann

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Kommentare
02.02.2012
22:27
Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus
von digedag999 | #41

leute, mal realistisch: für rudi ist dieses buch wahrscheinlich die letzte gelegenheit für einen großen warmen geldregen- und pflege ist bekanntlich sehr sehr teuer

02.02.2012
20:51
Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus
von Bertbull | #40

Es gibt mit Sicherheit Millionen denen diese schlimme Krankheit auch ereilt hat.Und wenn all diesen Personen,eine Fernsehsendung gewidmet werden sollte dann würde z.B. Bauer sucht Frau,Wetten Das,u.s.w. entfallen.Ich jedenfalls,wünsche alle die von dieser Krankheit betroffen sind ,und vor allem deren Angehörigen,viel Kraft.Und die Unterstützung die jetzt Rudi Assauer gewährt wird.

02.02.2012
20:07
Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus
von silera | #39

Was Herr Breukmann so hat verlauten lassen kann ich nicht teilen. Was wäre denn gewesen wenn R.Assauer diesem Journalisten Breukmann eine Möglichkeit gegeben hätte an diesen Vorgang mitzumachen.Hier spricht doch nur Enttäuschung aus dem Kommentar. Diese Krankheit ist schon hart genug,da muß man nicht noch drauftreten.
Über diesen Kommentar von Radiomoderator Breukmann bin ich sehr enttäuscht.

02.02.2012
18:15
Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus
von karl09 | #38

Ich hoffe, der Erlös seines Buches ( Assauers ) geht voll in eine Alzheimer Stitfung, warum sonst so geschickt sein -Bekenntnis-
K H Knischewski

02.02.2012
15:12
Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus
von karlleokraus | #37

"si tacuisses philosophus mansisses"
Um es in Anlehnung an Wulffscher Mailbox Hasstiradensprache zu sagen; jetzt ist aber erst recht der "Rubicone" überschritten.
H. Breuckmann hat in seiner Kernaussage völlig recht, weil: es haben viele Journalisten seit Jahren von der Erkrankung Assauers gewusst, einschliesslich H. Breuckmann, und geschwiegen.
Und für mich ist mit H. Breuckmann, nicht geschwiegen und nicht Philosoph, eines der letzten Original aus der Sportmoderation verschwunden.
Einfach schade und gerade auch im Hinblick auf das derzeitige, überwiegend unterirdische Mittelmass.
H. Breuckmann, weiter so und nicht Philosoph.

02.02.2012
12:05
Blockierter Kommentar.
von Tsche_Gewara | #36

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

02.02.2012
12:04
Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus
von Tsche_Gewara | #35

Manni, Manni, Manni ... Du bist und blibst ein Dummschwätzer.

02.02.2012
08:26
Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus
von dungeonkeeper | #34

Was das Pressewesen aus so einer Geschichte macht kann man auch mit einem versuchten Suizid vergleichen. Hier hört für mich Moral und Ethik auf.

01.02.2012
21:22
Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus
von Rubicone | #33

Herr Breuckmann, Herr Breuckmann, si tacuisses philosophus mansisses.

Im Endeffekt sind Sie sogar noch schlimmer als die "Voyeure," denn Sie sprechen Rudi Assauer die bewusste Kontrolle über sein Handeln ab.
Oder würden Sie die Möglichkeit verneinen, dass Rudi Assauer sämtlichen "Trubel" bewusst nutzt, um a) die Krankheit noch mehr ins Bewusstsein zu rücken und b) die Möglichkeit für bessere soziale Absicherung und (alternative, teure) Behandlungsmethoden zu haben?

Im Übrigen finde ich es unehrlich, andere des Voyeurismus zu bezichtigen, dabei aber in einer Jour.naille zu schreiben, die selbst auf den Zug aufgesprungen ist.

Denken Sie mal drüber nach ..d.e.n.k.e.n.

01.02.2012
20:23
Breuckmann spricht im Fall Assauer von nacktem Voyeurismus
von klaig | #32

Falls das wahr sein sollte, ist dies eine Verachtung aller armen Menschen, welche diese schlimme und schreckliche Krankheit erleiden müssen. Ich hoffe nur, dass Herr Assauer dies nicht bewußt getan hat, nur wegen der Kohle. Das wäre aller unterste Schublade. Und das Manni Breuckmann gewollt mit Dreck wirft, traue ich ihm eigentlich nicht zu. Dazu ist er viel zu sehr Realist, ehrlich und steht mit beiden Beinen fest auf der Erde.

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