Brasilien kämpft für Rüpel Neymar

Santiago de Chile..  Brasiliens Fußballverband kämpft bei der Copa América gegen die Vier-Spiele-Sperre für Top-Stürmer Neymar. Nach seinem Ausraster bei der Vorrunden-Niederlage gegen Kolumbien war der Torjäger des FC Barcelona vom Kontinentalverband für den Rest des Turniers zum Zuschauen verurteilt worden. Die Brasilianer kündigten Einspruch gegen den Richterspruch der Disziplinarkommission an.

Die Geldstrafe in Höhe von 10 000 US-Dollar (etwa 8800 Euro) dürfte Neymar viel weniger schmerzen als das frühe Turnier-Aus durch die Sperre, die sogar das Finale der Südamerika-Meisterschaft umfassen würde. Für die Brasilianer wäre es ein schwerer Schlag, wenn ihr Einspruch nichts bewirken würde.

Mehrere Vergehen im Frust

Der Star allerdings hatte sich bei der zweiten Vorrundenpartie gleich mehrere Vergehen geleistet. Nach dem Abpfiff des Spiels gegen Kolumbien drosch Neymar offensichtlich aus Frust über die 0:1-Niederlage den Ball mit voller Wucht gegen Pablo Armero. Im Anschluss gab es noch ein Handgemenge, ehe Neymar vom Schiedsrichter die Rote Karte sah. Im Kabinengang soll der 23-Jährige dann den Unparteiischen auch noch unflätig beschimpft und ihm unterstellt haben, er wolle sich auf seine Kosten profilieren.