Brasilien jubelt über Olympia 2016 in Rio
03.10.2009 | 10:00 Uhr 2009-10-03T10:00:00+0200
Kopenhagen. Brasilien hat einen neuen Helden: Lula, der Präsident, der die Olympischen Spiele 2016 nach Rio holte und damit seine Landsleute in Jubelstimmung versetzte. US-Präsident Barack Obama dagegen erlebte bei der Olympia-Vergabe durch das IOC eine herbe Abfuhr.
Präsident Lula schämte sich seiner Tränen nicht. Etwas anderes wäre auch nicht brasilianisch. So heulte also Luiz Inácio Lula da Silva mehr als eine Stunde lang. Vor Freude. Lula, 63 Jahre alt und noch bis 2014 Präsident Brasiliens, wird als Held in die Geschichte seines Landes eingehen. Sie werden ihm ein Denkmal bauen, denn er beendet seine Dienstreise zur IOC-Vollversammlung in Kopenhagen als Olympiasieger: Rio de Janeiro richtet die Olympischen Sommerspiele 2016 aus.
Erstmals finden die Spiele in Südamerika statt. Auf diesen Umstand, endlich diese vernachlässigte Hemisphäre zu bedenken und damit den Transformationsprozess Brasiliens zu beschleunigen, von dem Lula so oft spricht, war die gesamte Kampagne ausgerichtet. „Wir sind kein unterentwickeltes Land mehr. Wir sind eine führende Wirtschaftsnation“, ruft Lula. Und brasilianische Journalisten skandieren begeistert seinen Namen.
Brasilien wird zum Sportzentrum des Planeten
Brasilien richtet 2014 die Fußball-Weltmeisterschaft aus, zwei Jahre später die Sommerspiele. Brasilien wird in den kommenden Jahren zum Sportzentrum des Planeten. Diese gewaltigen Aufgaben seien zu stemmen, das haben Lula und sein Team immer wieder erklärt und versprochen. Der Sieg in Kopenhagen war im Finale überwältigend: 66 IOC-Mitglieder stimmten für Rio, 32 für Madrid. Chicago war mit nur 18 Stimmen überraschend schon in der ersten Runde ausgeschieden, Tokio mit 20 Voten in der zweiten. Dabei hatte doch der knapp sechs Stunden währende Besuch des US-Präsidenten Barack Obama die größte Aufmerksamkeit erregt. „Meine Leute haben wir gesagt: Oh, Obama kommt. Oh, Obama ist gelandet. Wir verlieren“, erzählte Lula. „Ich habe das nie befürchtet. Ich war optimistisch.“
„Wie fühlt es sich, Präsident Barack Obama in der ersten Runde geschlagen zu haben“, wurde Lula auf der Pressekonferenz gefragt. „Ich habe keinen Präsidenten geschlagen“, sagte Lula, „Obama ist mein Freund. Ich entschuldige mich bei Chicago, Madrid und Tokio, dass ich so glücklich bin. Wir Brasilianer haben oft gelitten, wir waren oft traurig. Nun freuen wir uns!“
"Wir glaubten, wir seien zweitklassige Menschen"
Der Sieg sei aber kein Erfolg der Politiker, sondern ein Triumph des brasilianischen Volkes, erklärte Lula. Er kennt sein Geschäft, er weiß, was zu sagen ist. Er überzeugt mit Herz und Verve. Die Spiele werden helfen, endlich den brasilianischen Minderwertigkeitskomplex abzulegen, glaubt Lula. „Wir waren eine Kolonie. Wir glaubten, wir seien zweitklassige Menschen. Das ist Unsinn. Das wird sich ändern.“
Die Kerntruppe der Bewerbung Rios bestand aus NOK-Präsident Carlos Nuzman, Rios Bürgermeister Eduardo Paes, Rios Gouverneur Sérgio Cabral und Sportminister Orlando Silva. Sie haben die Sportwelt so unermüdlich beackert wie keiner der Herausforderer. Auch Lula war im Wahlkampf öfter zugegen als die Staats- und Regierungschefs der USA, Spanien und Japan.
Für Obama war es eine Abfuhr ohnegleichen
Am Wahltag, am Freitagmorgen im Bella Center von Kopenhagen, konnte auch Barack Obama nichts mehr retten. Im Gegenteil: Vor vier Jahren, im Wettbewerb um die Olympischen Spiele 2012, als die USA noch von George W. Bush regiert wurden und sportpolitisch längst isoliert waren, schied New York mit 16 Stimmen in der zweiten Runde aus. Nun scheiterte Chicago mit einer weit besseren Bewerbung, unterstützt von einem demokratischen Präsidenten, mit 18 Stimmen sogar in der ersten Runde. Das ist eine Abfuhr ohnegleichen. Sportpolitisch lässt sich das erklären: Die Amerikaner haben die gesamte olympische Welt gegen sich aufgebracht, weil sie sich beharrlich weigerten, ihren Anteil aus dem IOC-Marketingprogramm, der auf Grundlage eines steinalten Vertrages berechnet wird, neu zu verhandeln. Das amerikanische NOK kassiert mehr als alle anderen 206 NOK zusammen.
Obamas Scheitern beweist einmal mehr, dass der vermeintliche Bonus einer weltweit goutierten politischen Wende im IOC keine Wirkung entfaltet. Das mussten vor fünfzehn Jahren auch Berlins Olympiabewerber erfahren, die ernsthaft glaubten, die olympische Welt würde sich noch für den Mauerfall interessieren. Berlin wurde abserviert, so wie Chicago und Obama. Die Spezialdemokratie des IOC hat ihre Antwort gegeben.

19:49
Herzliche Glückwünsche Brasilien!!!
Eine gerechte Entscheidung und die wird sich zum richtigen Zeitpunkt erkennen lassen.
Diese wird eine gute organisierte Veranstaltung, die nicht zuletzt von Erfolg gekrönt sein wird. Nicht zuletzt wegen seinen herzlichen und freundlichen Menschen.
Heute ist diese Veranstaltung bereits Fakt, der sich bei einigen Vielleicht als eine Legende hört, nun bald (2016) wird sie zu einem Mythos werden.
Rio de Janeiro hat eine Menge ungerechte soziale Unterschiede, welche ihre Ursachen bereits bei der Entdeckung Brasiliens begannen und mit dem Oberbegriff „Ausbeutung“ beschreiben lässt
Viele Einwohner Rio de Janeiros wurden von ihrem Traum ein besseres Leben oder ein neues Glück zu finden, angelockt, was leider für viele von ihnen zu einem Unverwirklichen Traum
wurde. Ihnen blieb nur die Möglichkeit ein Leben als Sozialbenachteiligte in einer marginalisierten Gesellschaft zu führen.
Bedauerlich viele unschuldige und würdige Menschen haben immer noch darunter zu leiden. Aber Rio de Janeiro ist viel mehr als ein ausgebeuteter Bundesstaat, Rio de Janeiro ist Brasilien und Brasilien ist ein großes Land mit mutigen Menschen und mit einer stark wachsenden konkurrenzfähigen Wirtschaft.
Wir werden uns freuen, jeden Besucher herzlich in unserem Land Begrüßen zu können.
PS. Nicht die Menschen verurteilen, ohne den Hintergrund zu kennen, denn die können am wenigsten für Ihre Notlage, freut Euch mit Ihnen, dass Sie so eine Gelegenheit erhalten und an einem Internationalen Spiel teilnehmen zu können.
Parabéns Brasil!
Uma decisão justa a qual será reconhecida no momento certo através da realizacao deste evento, o qual sera realizado nao somente sob a bela paisagem do Rio de Janeiro com seu caloroso e amigável povo, mas também com um evento bem organizado, o qual sera coroado de sucesso.
Hoje este Evebto já é um fato que para alguns possa, talvez, ser ouvido como uma lenda, mas que em breve (2016) se tornará um mito.
Rio de Janeiro tem de fato uma série de injustas sociais diferencas, as quais tem suas raízes
já no descobrimento do Brasil e com o termo “Exploracao” pode ser descrito.
Muitos moradores do Rio de Janeiro foram atraídos por seus sonhos de encontrar uma vida melhor ou nova sorte, mas para muitos deles restou apenas a possibilidade de uma vida desfavorecida à margem da sociedade.
Infelizmente, muitas pessoas inocentes e dígnas, ainda hoje estão sofrendo com isto.
Mas o Rio de Janeiro é muito mais do que um Estado explorado, Rio de Janeiro é o Brasil.
E o Brasil é um grande País com pessoas corajosas, com uma economia forte e crescente em um Mercado competitivo.
Nó estamos ansiosos para saudar cordialmente cada Visitante ao nosso País.
PS.Nao julguem as Pessoas sem conhecer os seus motivos, pois pelo menos eles sao capazes de prover para suas próprias necessidades. Alegrem-se com eles por eles poderem obter a oportunidade de realizar um Evento com Jogos de caráter Internacional.
13:59
Ok Leute!
Mir ist es eigentlich egal wo die Spiele stattfinden, aber Rio ist der denkbar schlechteste Ort. Ich lebe hier seit 9 Monaten und ich kann nur sagen das hier Gewalt und Armut an der Tagesordnung ist.Man kann sich, ausser in ganz bestimmten, abgesicherten Bereichen kaum bewegen ohne Gefahr zu laufen überfallen zu werden. Die Tageszeit spielt keine Rolle. Strassen verhältnisse sind unter aller Sau, ausser die Hauptstrasse von Rio (Leblon, Ipanema,Copacabana).Mittags um 17.00 Uhr wird einem Arbeitskollegen mit vorgehaltener Waffe der Wagen geklaut, an einer Kreuzung wo hunderte Menschen standen. Mir selbst hat die Polizei Geld abgenommen weil MIR jemand von hinten ins Auto gefahren ist. Ich habe den Fehler gemacht an einer roten Ampel zu halten. Rote Ampeln sollte man übrigens bei eintretender Dunkelheit prinzipiel ignoriere, wer stehen bleibt spielt mit seinem Leben. Sieht eine Streife dass man bei rot fährt ist ein Schmiergeld fällig, die Höhe richtet sich nach geschätztem Einkommen. Wenn man nicht bereit ist zu zahlen wird angedroht das Auto zu durchsuchen ob sich darin Drogen befinden. Der Beamte macht einem dann auch unmissverständlich klar das er mit sicherheit fündig wird.Also Zahlt man halt sein Obulus.
So und jetzt viel Spass bei OLYPIA.
11:39
#11 von sporkel...
...und wenn Cops und Mafia mit Mgs hinter den Sportlern her sind gibts ein paar neue Weltrekorde.
11:27
Wow eigentlich bekommt zu fast 95 Prozent immer USA den Zuschlag.
Eine gute Entescheidung.
Das Olympische Dorf kann man gleich in den Favelas einrichten, da würden die Sportler ein echt brasilianisches Lebensgefühl bekommen.
10:51
Genau aufpassen Leute, Rio zeigt uns Deutschlands Tiger-Zukunft. Eine Handvoll Milliardäre und der Rest im Slum, von daher eine Wahl mit Aus-Blick.
09:54
Dass die Leute immer direkt mit Neid kommen müssen ist echt schwach.
Wer ist denn neidisch auf Rio ? Rio ist eine Fassade, mehr nicht. Gewalt, Prostitution, Slums etc aber olypmische Spiele, ich muss echt lachen,
09:38
Eine sehr gute Entscheidung. Denn es könnte auch der brasilianischen Wirtschaft und der Stadt selbst helfen. Sie haben es bitter nötig. Gebt und lasst Ihnen die große Chance ohne Neidbekundungen.
08:56
zu # 1: Wenn die unfähige NRW-Regierung von der Partei der Nichtwähler in die Wüste geschickt wird. Im Übrigen ist es eine Schande, dass Südamerika so lange von den angloamerikanischen Imperialisten einfach ignoriert wurde. Die fünf Ringe kannten anscheinend nur blau-weiß-rot.
08:54
Chicago wäre erste Wahl gewesen. Beste Infrastruktur, Nahverkehrssystem, gemässigtes Sommerklima, Wasserflächen. Genügende auch preiswerte Kapazitäten für die Gäste aus aller Welt. Sicherheit. Und das geringste Sprachproblem. Wer spricht schon Portugiesisch? Viel Spaß beim zungenbrechen und der sympathischen brasilianischen Lebensart. Arroganz? Nein, keine Spur.
08:39
Das zeigt Herrn Obama wohl seine weltweite Glaubwürdigkeit.... Mal im Ernst mit Rio hängt sich Brasilien ganz schön weit aus dem Fenster. Hoffe doch sehr das da sicherheitsmässig in den letzten 20 Jahren was passiert ist, passieren wird. Auch die USA würden wohl keine Olympiade in Süd-LA oder El Paso ausrichten wollen. Mal schauen was nächstes Jahr so in Südafrika abgehen wird.