Brasilianer Eder rettet Italien einen Punkt

Essen..  Titelverteidiger Spanien überstand den Auftakt 2015 in der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft zwar unbeschadet, erntete für den mühsamen 1:0-Sieg gegen die Ukraine in Sevilla aber keinen Beifall. „Spanien bleibt matt“, titelte „El País“, „Ein Tor und danach viel Angst“, schrieb das Sportblatt „As“, und sogar Trainer Vicente del Bosque übte öffentlich Kritik an der Vorstellung seiner eigenen Mannschaft: „Das Spiel hinterlässt bei uns einen schlechten Geschmack.“ Einziger Gewinner der Partie war Álvaro Morata, der mit seinem ersten Treffer für „La Roja“ im dritten Länderspiel für die Entscheidung sorgte.

Debatte über Auslands-Italiener

Eine Pleite drohte auch Italien beim Gastspiel in Sofia, ehe der gebürtige Brasilianer Eder den Azzurri kurz vor Schluss das 2:2 gegen Bulgarien rettete. Nach seinem gelungenen Einstand konnte sich der als Joker eingesetzte Eder einen Seitenhieb auf die Nörgler in seiner Wahlheimat nicht verkneifen. „Die Widmung meines Tores? Allen, die nicht mit ausländischen Spielern im Nationalteam zufrieden sind“, sagte der 28-Jährige.

Das ging in Richtung von Roberto Mancini. Der Coach von Inter Mailand hatte sich jüngst klar gegen den Einsatz von in Ausland geborenen Spielern in der Auswahl Italiens eingesetzt. „Die italienische Nationalelf muss italienisch sein“, hatte Mancini erklärt und damit eine landesweite Debatte entfacht. Trainer Antonio Conte ignorierte dies aber.