Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Sport

Brand will nicht Handball-Präsident werden

31.12.2012 | 12:15 Uhr

Sportdirektor Heiner Brand steht beim Deutschen Handball-Bund (DHB) nicht als Nachfolger für den scheidenden Präsidenten Ulrich Strombach (Gummersbach) zur Verfügung.

Nürnberg (SID) - Sportdirektor Heiner Brand steht beim Deutschen Handball-Bund (DHB) nicht als Nachfolger für den scheidenden Präsidenten Ulrich Strombach (Gummersbach) zur Verfügung. "Da würde ich wahnsinning. Von daher steht ein solcher Posten trotz einer hoffentlich anstehenden Strukturreform für mich nicht zur Debatte", sagte Brand im Interview mit dem Fachmagazin kicker. Deutschlands Weltmeister-Trainer von 2007 gab seinen Entschluss nach längeren Überlegungen bekannt. "Ich habe wirklich darüber nachgedacht. Aber nachdem ich sah, wie die Arbeit des Präsidiums beeinträchtigt wird und welchen Diskussionen und Einmischungen man sich stellen muss, war ich regelrecht geschockt", beschrieb Brand seinen Entscheidungsfindungsprozess.

Klare Worte fand Brand auch in der Debatte über die Absagen mehrerer Nationalspieler wie Holger Glandorf (SG Flensburg-Handewitt) für die nächste Woche in Spanien beginnende WM. Der 60-Jährige bezeichnete als "Vermutung jedenfalls zulässig", dass Glandorf nach längerer Zwangspause wegen einer Infektion von seinem Klub zum WM-Verzicht gedrängt worden sein könnte.

"Verein und Spieler stehen in der Pflicht, die richtige Einstellung für die Nationalmannschaft mitzubringen. Aber manche Vereine drängen aus eigenen Interessen ihre Spieler auch in eine Rolle, anstatt ihnen die Rolle der Nationalmannschaft zu vermitteln. Nationalspieler zu sein bedeutet auch, Verantwortung für die Sportart zu haben", sagte Brand und beklagte wie schon häufig während seiner 14-jährigen Amtszeit als Bundestrainer mangelnde Wertschützung für das Nationalteam: "Einige geben immer noch nicht das zurück, was nötig wäre, da sind Egoismen weiterhin erkennbar. Ich verallgemeinere das nicht, denn viele Vereine sind stolz, Nationalspieler abstellen zu können. Aber diese Haltung ist noch nicht flächendeckend."

Brands Zielsetzung für das WM-Turnier fällt zunächst zurückhaltend aus. "Vom Erreichen des Achtelfinales gehe ich fest aus." Abhängig vom gesamten Turnierverlauf sei "auch das Viertelfinale drin".

sid

Facebook
Kommentare
Umfrage
Dortmund in der Krise - Kann der BVB seine Saisonziele noch erreichen?

Dortmund in der Krise - Kann der BVB seine Saisonziele noch erreichen?

 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Donati und Papadopoulos sichern Bayer 2:0-Sieg gegen Zenit
Champions League
Deutsch-russischer Neutralisierungs-Fußball statt Leverkusener Spektakel: Knapp eine Stunde entschärften sich Bayer 04 Leverkusen und Zenit St. Petersburg in der Champions-League-Partie gegenseitige, ehe die Verteidiger Donati und Papadopoulos die Schmidt-Elf zum 2:0-Sieg führten.
Joker Podolski schießt Arsenal zum Sieg - Real souverän
Champions League
Das Duell zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid war von Beginn an eine einseitige Angelegenheit. Weltmeister Toni Kroos war an einem Tor beteiligt. Sein DFB-Kollege Lukas Podolski schoss den FC Arsenal zu einem Last-Minute-Sieg. Piräus überraschte Juventus Turin.
Auch der Papst ist vom FC Bayern begeistert
Papstbesuch
Franziskus sieht „ein wunderschönes Spiel“ der Münchener bei AS Rom und freut sich über ein großzügiges Geschenk bei der Privataudienz. Aus den Einnahmen eines Freundschaftsspiels kann er bis zu einer Million Euro für karitative Zwecke verwenden.
Bei der DEG stehen die Führungsspieler in der Pflicht
Vorbericht
In den entscheidenden Momenten fehlt noch der Killerinstinkt, um endlich auch in der Ferne zu punkten. Dies soll sich Freitag in Nürnberg und Sonntag in Straubing ändern. Beskorowany zurück im Tor, Rotation im Angriff nach der Sperre von Strodel.
DFL soll in Bremen für Polizei bei Risikospielen zahlen
Fußball-Bundesliga
Die erste Rechnung kommt möglicherweise noch in diesem Jahr: Künftig will Bremen als erstes Bundesland die Deutsche Fußball Liga an den Kosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen beteiligen. Muss Werder Bremen letztlich dafür aufkommen?