Boris Vukcevic war bei seinem Unfall unterzuckert
12.10.2012 | 10:20 Uhr 2012-10-12T10:20:56+0200
Heidelberg. Der schwere Unfall von Fußballprofi Boris Vukcevic ist offenbar durch Unterzuckerung ausgelöst worden. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag bei nach der Auswertung der ärztlichen Berichte mit. Vukcevic ist Diabetiker. Bereits 2010 hatte er unterzuckert einen Autounfall gebaut.
Fußballprofi Boris Vukcevic vom Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim litt bei seinem schweren Verkehrsunfall am 28. September an Unterzuckerung. Das geht aus der Auswertung der ärztlichen Berichte durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität Heidelberg hervor, wie Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten.
Ohne den Namen des lebensgefährlich Verletzten zu nennen, ließen die Behörden wissen: "Demnach dürfte eine sogenannte 'Unterzuckerung' des 22-Jährigen Ursache dafür gewesen sein, dass er auf der B 45 am 'Krähenbuckel' bei Bammental nach links auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem entgegenkommenden 40 Tonnen Sattelzug kollidiert war."
Schon 2010 baute Vukcevic unterzuckert einen Unfall
Vor einer Woche war bekanntgeworden, dass Boris Vukcevic bereits 2010 einen Autounfall wegen Unterzuckerung hatte. Der Heilbronner Polizeisprecher Rainer Köller bestätigte entsprechende Medienberichte. Demnach war der Mittelfeldspieler, bei dem eine Diabetes bekannt ist, am 18. Oktober 2010 auf der A6 von Mannheim nach Nürnberg von der Fahrbahn abgekommen, hatte die Leitplanke touchiert und war mit dem Heck eines LKW-Anhängers kollidiert. Damals wurde Vukceviv nur leicht verletzt. Ein Notarzt stellte auch in dem Fall eine Unterzuckerung fest.
Vukcevic liegt seit dem 28. September mit schwersten Kopfverletzungen auf der Intensivstation einer Heidelberger Klinik. Über den aktuellen Gesundheitszustand konnte die Polizei keine Angaben machen. Noch am Mittwochabend hatte die TSG 1899 Hoffenheim klargestellt, dass der 22-Jährige entgegen anderslautender Medienberichte weiterhin im Koma bleibe. (dapd)

14:21
"unterzuckerung", so nennt man das heutzutage also. aha. aber wie gut das fussballstars im gegensatz zum einfachen bürger sofort gedeckt werden. sonst wäre ja auch die vorbildfunktion flöten gegenagen...
Schmarrn
17:31
Schön zu sehen wie viel Ahnung einige hier haben. Ein hypoglykämischen Schock, sprich Unterzuckerung führt zwangsläufig in ein Koma. Natürlich hat eine Unterzuckerung einen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit. Ich meine wie soll man fahren, wenn man das Bewusstsein verloren hat. Und natürlich muß man hier die vermutung äussern, das es fahrlässig war. Nicht weil er Diabetikter ist, sondern weil diese Unterzuckerung bereits zum 2 mal einen Unfall verursacht hat.
16:47
punkt 1: es geht aus dem artikel nicht hervor, ob die unterzuckerung die fahrtüchtigkeit beeinflusst hat.
punkt 2: unterzuckert kann man auch als nicht diabetiker sein. die, die hier schreien es sei ein skandal dass sich ein unterzuckerter mensch ans steuer setzt, scheinen zwar eie meinung aber keine ahnung zu haben.
punkt 3: eingestellte diabetiker sind keine gefährdung für den straßenverkehr.
punkt 4: hier ist ein mensch lebensgefährlich verletzt worden, man hat den eindruck, dass sobald jmd mehr geld als der durchschnitt hat, ihm nicht einmal mehr das schwarze unterm nagel gegönnt wird...
15:31
Schlimm genung, dass er es wusste und noch weiter Auto gefahren ist!
Er gehört bestraft, da er somit fahrlässig den Tod anderer in Kauf genommen hat!
13:46
Moment mal, als Diabetiker hat man regelmäßig bei der zuständigen Führerscheinstelle ärztliche Gutachten zur Fahrtauglichkeit vorzulegen. Geschieht dies nicht wird es komisch. Generell lebt ein Diabetiker mit Gehirn gesünder als alle anderen "Kranken".
Viel mehr sollte z.B. alle 10 Jahre ein entsprechendes Gesundheitszeugnis für jeden Führscheininhaber erfolgen, durch die dann die inzwischen blutlosen Teilnehmer Fußgänger werden.
13:36
Nochmals gute Besserung! Wenn er doch so Zuckerkrank ist, warum fährt er dann so ein "Geschoss"?
Er bringt ja nicht nur sich in Gefahr. Normalerweise dürfte er kein Auto mehr fahren.
13:03
ich verstehe auch nicht, warum es keine auffrischung der kenntnisse gibt, die verbindlich ist.
es ist bewiesen, dass alte menschen die neuen regeln fast alle nicht kennen. wie denn auch. mein opa hat fahren gelernt, da gab es 4 autos um block und heute fährt man 4 aml um den den block um nen parkplatz zu finden.
es müsste regelmäßig (z.b. von 18 - 48 alle 10 jahre, von 48-68 alle 5 Jahre und danach jährlich) einen check, auffrischung geben.
aber das will ja die autolobby adac nicht, weil dadurch viele beitragszahler einfach unfähig geschrieben werden würden. natürlich musste man gefährdete gruppen (nein keine rotzigen), wie diabetiker, epileptiker... stärker kontrollieren.
aber wird so eh nicht kommen
12:59
Das kann doch nicht wahr sein?
Wissen Sie, wieviele Diabetiker es gibt?
Meinen Sie, die laufen alle zu Fuß?
Wenn wir Diabetikern den Führerschein verweigern, dann aber auch allen mit zu niedrigem oder zu hohem Blutdruck, Herzkranken, Depressiven, Burn-out-Patienten, Menschen, die weniger als 6 Stunden in der Nacht geschlafen haben, etc.
Gut, es würde schön frei auf Deutschlands Straßen.
11:32
Wir sollten uns darüber im Klaren sein , dass dies an Tagesordnung ist, lediglich LKW Fahrer über 50 müssen zum Check - alles anderen bewegen sich frei auf deutschen Strassen - sowohl alte wie auch junge Diabetiker des Typs I - genauso wie Depressive weiter Waffen in ihrem Besitz haben dürfen. Oder Ältere die nachtblind unterwegs sind oder wo altersbedingt das Gehör nachlässt. Mal passiert halt was und mal eben nicht. Scheint zumindest dem Gesetzgeber völlig egal zu sein.
11:07
Da das schon der zweite Unfall mit Unterzuckerung war, kann man schon von einer fahrlässigen Tat sprechen.
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.