Bonanza

Wenn wir erst einmal anfangen darüber nachzudenken, dann merken wir alsbald, dass so unglaublich viele Dinge im Leben mit Fußball zu tun haben.

Zum Beispiel Bonanza. Die Älteren erinnern sich fraglos, den Jüngeren sei erklärt, dass die charmante Westernserie mit Pa, Adam, Hoss und Little Joe das GZSZ der 60er ist. 426 Folgen gab es, fast alle auch in Deutschland zu sehen.

Es ist eine Serie, in der ausschließlich Männer im Mittelpunkt stehen. Frauen hatten es dementsprechend schwer, nicht nur, dass Pa drei Frauen zu Grabe tragen musste, auch den Liebschaften Little Joes widerfuhr zumeist Grässliches.

Womit wir die erste Parallele zum Fußball haben. Männerdominiert!

Über allem schwebt Pa. Gewalt ist nicht die Sprache des Ben Cartwright. Mit Klugheit und Ruhe löst er jedes Problem.

Ein weiser Mann. Wie - ja - wie Jogi Löw!

Dann ist da Adam. Als „besonnen und introvertiert“ wird er charakterisiert, als Fehlentscheidung bezeichnet, dass der Adam-Darsteller 1965 aus der Serie ausstieg! Wenn das mal nicht ein Querverweis auf Miroslav Klose ist!

Bekocht wird die Truppe von Hop Sing, der liebevoll verspottete chinesische gute Geist der Ponderosa. Was für einen Landsmann hat der VfL Wolfsburg gerade verpflichtet, um sich einen weiteren Markt zu erschließen?! Einen Chinesen!

Bonanza heißt übersetzt so in etwa „ergiebige Goldgrube“. Nichts anderes ist die Fußball-Bonanzaliga, äh, Fußball-Bundesliga.

Wie wir überhaupt auf diesen verrückten Vergleich kommen?

Gestern gab es Bonanza am Stück. Sieben Folgen auf Sat1 Gold. Nein, haben wir nicht geguckt. Wir haben diesen Text geschrieben. Und uns gewünscht, dass statt dessen alle WM-Spiele der deutschen Mannschaft zu sehen gewesen wären. Statt Bonanza.

Nur hätte dann hier etwas anderes gestanden.