Bloß nicht in die Zweite Liga
02.02.2012 | 18:49 Uhr 2012-02-02T18:49:00+0100
Vielleicht schielen sie in Hamburg und in Stuttgart ja doch mal auf diese Liga, in der es jetzt wieder los geht. Schielen auf ein Freitagsspiel zwischen Paderborn und Union Berlin. Und denken sich: Bloß das nicht. Bloß nicht in die 2. Liga.
Fatale Fehler führen in die Zweite Liga
Eine Etage unter der schillernden Bundesliga kaut man hart an seinem Brot. Durchgerechnet am Beispiel von Eintracht Frankfurt, das in der vorigen Saison so unerwartet abstieg, wie es jetzt Hamburg oder Stuttgart träfe: Der Umsatz ist geschrumpft von 70 auf 40 Millionen, der Team-Etat von 28 auf 19 Millionen. Selbst das geht nur ein Jahr lang. Gestandene Erstligisten, die nicht sofort wieder aufsteigen, passen danach zwangsläufig, wie es so hübsch hässlich heißt, ihre Strukturen an. Dann geht nicht nur ein teurer Profi, dann geht ein Physiotherapeut, dann gehen Betreuer und Sekretärinnen.
Duisburg, Bochum und Düsseldorf erlebten Absturz
Danach hat man’s schwer, nicht zwischen den eigenen Ambitionen und den wirtschaftlichen Möglichkeiten zerrieben zu werden. Der MSV Duisburg und der VfL Bochum erleben das gerade, Fortuna Düsseldorf hat’s hinter sich. Grandiose Fehler haben dort zu einem grandiosen Absturz geführt, und es hat Jahre gedauert, den Schaden zu reparieren.
Für ihr aktuelles Dilemma können die Düsseldorfer allerdings nichts: Trotz einer eindrucksvollen Serie mit nur einer Niederlage in 19 Spielen liegt der Verein lediglich Kopf an Kopf mit Fürth. Mit Frankfurt. Mit St. Pauli. Und Paderborn. An der Spitze dieser Liga wird nämlich allen Schwierigkeiten zum Trotz ein so ansehnlicher und so ambitionierter Fußball gespielt wie seit langem nicht mehr. Auch das wird in Hamburg oder Stuttgart niemanden beruhigen.

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