Bielefeld lehnt Kredit für Arminia ab
28.05.2010 | 08:02 Uhr 2010-05-28T08:02:00+0200
Bielefeld. Dem Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld droht die Insolvenz. Der Rat hat mit Verweis auf die Schuldenlage der Stadt am Donnerstagabend abgelehnt, den Verein mit Steuergeld zu unterstützen. Es ging um knapp 5 Millionen Euro Kredit.
Die Stadt Bielefeld will dem Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld nicht vor der drohenden Insolvenz retten. Der Stadtrat hat es am Donnerstagabend abgelehnt, den Verein mit fünf Millionen Euro Steuergeldern zu unterstützen. Damit droht der Arminia der Entzug der Lizenz für Profifußball und möglicherweise die Insolvenz.
Mit der Mehrheit von CDU und Grünen hatte der Hauptausschuss des Rates den Kredit-Antrag des Vereins zurückgewiesen. Bielefeld Oberbürgermeister Pit Clausen zeigte sich enttäuscht von der Abstimmung, er hatte für den Kredit geworben, um Profifußball in Bielefeld zu halten. Er erwartet nun die Insolvenz des gesamten Vereins.
Verein braucht 10,2 Millionen Euro
Nur die örtliche SPD hatte laut örtlichen Medienberichten für den Kredit gestimmt, CDU und Grüne lehnten die Unterstützung ab - mit Verweis auf das Haushaltsdefizit der Stadt. Der Kredit hätte aus haushaltsrechtlichen Gründen nur über den Umweg einer städtischen Tochterfirma finanziert werden können. Im Detail ging es um 4,85 Millionen Euro. Sie sollten von der städtischen Beteiligungsgesellschaft BBVG aus vorübergehend nicht benötigten liquiden Mitteln zur Verfügung gestellt werden.
Zuletzt hatte der Verein Christian Ziege, unter anderem früherer Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, als Trainer verpflichtet. Der Europameister von 1996 erhielt beim finanziell angeschlagenen Zweitligisten einen Zweijahresvertrag als Trainer und Sportdirektor. "Die aktuelle Vereinssituation macht die sportliche Planung nicht einfach, bedeutet für mich aber eine große Herausforderung und gleichzeitig auch Verantwortung", sagte der 38-Jährige bei seiner Vorstellung am Mittwoch. Gleichzeit wurde Ralf Schnitzmeier, ehemaliger Geschäftsführer der AWD-Arena in Hannover als neuer kaufmännischer Geschäftsführer vorgestellt.
Ziege und Schnitzmeier erwartet auf der Alm nun eine schwierige Aufgabe. Mit der Ablehnung städtischer Hilfe droht der Arminia weiterhin der Lizenzentzug. Die Ostwestfalen sollen insgesamt 10,2 Millionen Euro für den Verbleib in der zweiten Liga benötigen. (dae/WE/sid)

19:28
Ich hoffe das die Verantwortlichen Herrschaften von der Stadt Essen sich davon inspirieren lassen und die Entscheidung für ein neues Stadion revidieren. Denn was will dieser Marode Klub ( RWE ) mit einem neuen Stadion, können eh nicht Fußball spielen, sollen sich mit dem ETB zusammenschließen und auf der Sportanlage vom ETB neu anfangen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
18:38
@#26.. Guter Kommentar! :-)))))
13:22
Kann man den Stadtrat nicht klonen und auch in Essen einsetzen? Die wollen nämlich für ein überflüssiges Stadion Geld ausgeben.
Weiter so!
12:55
Da sollte sich Essen mal ein Beispiel nehmen. Mehr als 24 Millionen Euro für ein Viertligistenstadion. Außerdem welches Umsatz bringen Fußballfans schon? Billigbier vom Aldi füllt nicht gerade die Essener und Bielefelder Steuerkasse.
12:46
Hilfe!!!!!!!!!!! Bitte alles außer Ostrock...
12:38
Abstieg für die Arminia, dann kommt Rostock wieder hoch.
.
12:27
Fußball ist ein Millionengeschäft und die Kommunen tun gut dran, die Vereine nach Möglichkeit zu unterstützen. Das gilt für Gelsenkirchen natürlich erst recht, schließlich hat Schalke jedes Jahr viele Hunderttausend Besucher, die Einnahmen mitbringen. Schließlich zahlen die Vereine Steuern.
Insofern ist die Entscheidung von CDU und Grünen in Bielefeld alles andere als weise. Denn Amateurfussball nutzt weder der Stadt, noch dem Verein, noch Kneipen, Gaststätten und Hoteliers.
12:23
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12:20
Jetzt kommen wieder diese unqualifizierten Meinungen daher, warum andere Vereine nicht auch bestraft werden. Beispiele Dortmund, Schalke, etc.
Zunächst einmal ist ja noch gar nix passiert !
Dann darf man nicht vergessen das Bielefeld ganz einfach falsche Angaben gemacht hatte, deswegen der Punktabzug.
Wer sich die Lizenz erschleichen will durch falsche angaben, der wird bestraft.Dortmund und auch Schalke haben das nicht gemacht. Klar sind da jede menge Schulden vorhanden. Bei der Lizenzvergabe geht es aber darum ob ein Verein für eine ganze Saison Liquide ist und bleibt.Wieviel Schulden man insgesammt hat, zählt dabei nicht.
Dann würde es nämlich keine Bundesliga mehr geben !!!
11:28
@5
Mir ist nicht bekannt, dass Dortmund, Köln, MG und Hamburg für ihre Vereine Geld locker gemacht haben. Das ist bei deren Stadionauslastung auch recht unglaubwürdig. Woher nehmen Sie solche Informationen?
@16
Bielefeld ist aber bei der DFL aufgefallen. Die haben schon einen Punktabzug bekommen und jetzt die Auflagen. So blind ist die DFL wohl doch nicht.
@10
Ja die Stadt Gelsenkirchen ist eingesprungen. Aber in Gelsenkirchen geht es wirklich um Millioneneinnahmen auch für die Stadt. Bei ca. 50000 Zuschauern pro Spiel, wenn jeder ca 40€ ausgibt, kommen pro Spieljahr ca. 7.500.000€
Umsatzsteuer zusammen. Gut die bekommt nicht alle die Stadt Gelsenkirchen, aber da kommt in ein paar Jährchen eine Menge zusammen.