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Gestern waren sie wieder unterwegs, die Fußballprofis vom FC Schalke 04. Auf dem Programm standen die alljährlichen Fanklub-Besuche. Und so reisten sie also kreuz und quer durch die Republik. Nach Bochum (Kevin-Prince Boateng) und Duisburg (Roberto Di Matteo), nach Augsburg (Christian Wetklo) und Plauen (Sidney Sam), nach Plettenberg (Roman Neustädter) und nach Schmallenberg (Jan Kirchhoff).

Ganz verwaist war das Schalker Hauptquartier an der Arena allerdings nicht. In einem Büro dürfte das Licht gebrannt haben. In dem von Manager Horst Heldt nämlich, dessen Name auf der Reiseliste nicht auftauchte.

Zu den Gründen dafür wurde bis gestern Abend zwar nichts bekannt. Vermutlich aber musste er daheim bleiben, um den Wechsel von Manchesters Matija Nastasic zu den Knappen unter Dach und Fach zu bringen.

Möglicherweise steckt aber auch eine ganz andere Geschichte dahinter. Eine, die im Juli 2013 im Hochsauerland spielte. Genauer gesagt in Medelon. Beim Fan-Club Medebach. Damals ließ es sich Heldt, vielleicht erinnern Sie sich noch daran, nicht nehmen, auf eine Torwand zu zielen, die das Gesicht von BVB-Profi Kevin Großkreutz zierte.

Im Anschluss daran schlugen die Emotionen ziemlich hoch, schließlich kündigte der Verein sogar an, nicht mehr veröffentlichen zu wollen, welcher Schalker welchen Fanklub besucht.

Dass der Verein davon nun abgesehen und seinem Manager stattdessen scheinbar eine Fanklub-Pause verordnet hat, ist die bessere Alternative. Auch wenn der eine oder andere Schalker - speziell im Sauerland - ihn nach seinem Auftritt in Medelon sicher gerne begrüßt hätte...