Fußball

Bernd Schuster erweist Doping-Kampf einen Bärendienst

Sieht in Doping kein Problem: Bernd Schuster.
Sieht in Doping kein Problem: Bernd Schuster.
Foto: dpa

Der ehemalige Profi und heutige Trainer meldet sich aus Spanien in der Doping-Debatte zu Wort. Besser wäre es, er hätte es nicht getan. Ein Kommentar.

Essen.. Lässt sich ein Umstand finden, den man Bernd Schuster zugute halten kann? Schuster trainiert derzeit den FC Malaga, vielleicht hat er ja in Spanien nicht mitbekommen, dass die Doping-Debatte in Deutschland derzeit so lebhaft geführt wird wie seit langer Zeit nicht mehr.

Unwahrscheinlich? Stimmt. Keine Entschuldigung? Stimmt auch.

Wenn Schusters Geschwätz einen Zweck erfüllt, dann den, den Blick auf den Medikamenteneinsatz im Fußball zu lenken. Doping und die Bundesliga? Das sind in Deutschland in der Wahrnehmung getrennte Welten. Aber es existiert eine Zone, über die Schuster ja nicht als Erster berichtet. Es wurde und wird gespritzt und geschluckt, um im Rennen zu bleiben, um den Stammplatz nicht zu verlieren.

Das mag ja kein Doping im klassischen Sinne sein. Aber Schuster erweist dem Kampf gegen den Betrug einen Bärendienst. Einen Spieler um jeden Preis, mit jedem Mittel und so schnell wie möglich wieder auf sein Niveau zurückbringen? Das ist leider exakt die Geisteshaltung, die Doping zugrunde liegt.

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