Bayern-Spielerin Iwabuchi will Japan ins WM-Finale schießen

Edmonton..  Mit nur 1,55 Metern Körpergröße gehört Mana Iwabuchi selbst bei den zierlichen Japanerinnen zu den Kleinsten. Doch spätestens seit ihrem Treffer zum 1:0-Sieg im WM-Viertelfinale gegen Australien in Edmonton ist die Mittelfeldspielerin von Bayern München eine der ganz Großen im Team. „Wahnsinn. Ich wollte das Tor unbedingt, nachdem ich in den ersten beiden Spielen ja nicht helfen konnte“, sagte die 22-Jährige nach ihrem vierten und wichtigsten Länderspieltor.

Gefallen am Toreschießen gefunden

Iwabuchi strahlt dieser Tage in Kanada über das ganze Gesicht, und vor dem Halbfinale gegen England am Donnerstag (1 Uhr MESZ) in Vancouver hat sie offenbar Gefallen gefunden am Toreschießen: „Ich mache ja nicht viele Tore, aber jetzt will ich mehr.“

Mit typisch japanischer Bescheidenheit wollte sich die frischgebackene deutsche Meisterin nach dem Viertelfinale eigentlich aus der Mixed Zone. Doch sie hatte keine Chance, die Medienvertreter hatten sie längst entdeckt. Wen interessieren da zurzeit die Schwestern Yuki Ogimi (VfL Wolfsburg) und Asano Nagasato (Turbine Potsdam), die sich an der kanadischen Westküste über den Besuch ihrer Eltern freuten.

Der Titelverteidiger fällt bei dieser WM indes durch seine minimalistische Torausbeute auf. Japan gewann alle fünf bisherigen Spiele mit nur einem Treffer Unterschied, die jeweils von unterschiedlichen Spielerinnen erzielt wurden. Das unterstreicht die Unberechenbarkeit im Team. Sasaki schaffte es sogar, schon in den drei Vorrundenpartien alle 23 Spielerinnen einzusetzen.