Bayern sparte bei Toni nur an Kirchensteuer

München..  Beim Prozess um nicht entrichtete Kirchensteuern vor dem Oberlandesgericht in München ist nicht nur das üppige Gehalt, das Stürmer Luca Toni zwischen Juni 2007 und Dezember 2009 bei Bayern München kassierte, ans Licht gekommen. Demnächst könnte sich das Finanzamt beim Rekordmeister der Fußball-Bundesliga melden.

Knapp 1, 7 Millionen Euro fordert die Kirche von dem römisch-katholischen Italiener Toni. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung. In seiner Zeit bei Bayern soll der heute 37-Jährige erst ein Handgeld von sieben Millionen Euro erhalten und dann 500 000 Euro im Monat verdient haben. Alles netto. Um Steuern oder Sozialabgaben wollte sich der Verein kümmern.

1,5 Millionen wurden nicht gezahlt

Laut Richter Hans-Werner Wolf wurde das im Falle der Kirchensteuer nicht getan. Toni sei von einer Sekretärin der Geschäftsstelle nur gefragt worden sein, ob er demnächst heiraten wolle. Dieser habe verneint, daraufhin sei auf dem Formular zur Wohnsitzanmeldung bei der Frage nach der Religionszugehörigkeit ein Strich gemacht worden. Wolf: „So hat sich der FC Bayern die 1,5 Millionen Euro gespart.“ Luca Toni, der bei der Verhandlung anwesend war, hat sich zum Fall noch nicht geäußert. Am 15. Juli wird der Prozess fortgesetzt.