Bayern erlebt Possenspiel um Königstransfer Martinez
23.08.2012 | 14:06 Uhr 2012-08-23T14:06:51+0200
München. Vor ein paar Tagen schien klar: Javier Martinez wird zum FC Bayern München wechseln. Doch der teuerste Transfer in der Geschichte der Fußball-Bundesliga wird zur unendlichen Geschichte.
Vielleicht hat sich der große FC Bayern München ein wenig zu sicher gefühlt. In der vergangenen Woche waren sie an der Säbener Straße jedenfalls optimistischer. Javier Martinez würde schon bald nach München kommen, das schien klar, der Aufsichtsrat hatte die 40 Millionen Euro für den Königstransfer abgenickt - nur: Der 23 Jahre alte Baske gehört dem deutschen Fußball-Rekordmeister noch immer nicht. Das Ganze entwickelt sich zum Possenspiel.
"Man sollte so etwas nicht erzwingen", sagte Präsident Uli Hoeneß nun am Donnerstag beim Benefiz-Golfturnier des FC Bayern. Im Grunde sei die Sache "aus unserer Sicht" ganz einfach, ergänzte er: Athletic Bilbao stelle "eine Rechnung an Bayern München", und damit "haben wir einen Transfervertrag". Hoeneß schob aber hinterher, es werde "schwierig, den Transfer zu realisieren", wenn es denn diesen Vertrag nicht gebe. Und es gibt ihn nicht.
Für Hoeneß ist es in steuerliches Problem
Ob und wann es ihn geben könnte? Ungewiss. In der Zwischenzeit steht der FC Bayern ziemlich gelackmeiert da. Hoeneß behauptete mit dem ersten Grün auf Gut Häusern im Blick: "Der Vorstand von Bilbao will den Transfer erschweren oder verhindern, indem er immer wieder neue Hürden aufbaut." Die aktuelle Hürde: Martinez soll den Wechsel selbst finanzieren, aber in diesem Fall "gibt es ein steuerliches Problem", erläuterte Hoeneß.
Ex-Kapitän Stefan Effenberg kritisiert Preis-Leistung-Verhältnis bei Bayerns Wunschspieler Javi Martinez. Derweil kündigt Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge an, trotz stockender Verhandlungen bis zu letzten Sekunden um den Spanier zu kämpfen.
Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende, wiederholte im Münchner Merkur, die ganze Sache sei wirklich ein "komplexes Thema, speziell in Sachen Steuern". Martinez kann die festgeschriebenen 40 Millionen Euro Ablöse in der Tat selbst bezahlen und sich damit von seinem Klub "freikaufen": Er müsste die Summe nur beim Ligaverband LFP hinterlegen. Allerdings drohen in diesem Fall offenbar Steuern in Höhe von zehn bis 20 Millionen Euro.
Bielsa strich Martinez aus dem Kader
Martinez hängt einstweilen völlig in der Luft. Der spanische Welt- und Europameister hat sich bereits zum FC Bayern bekannt, er wäre bereit, für den vereinbarten Fünfjahres-Vertrag auf Gehalt zu verzichten, um den Transfer zu realisieren. Und ein Zurück scheint es nicht zu geben: Von den Anhängern im baskischen Bilbao wird der Mittelfeldspieler mittlerweile als Söldner angefeindet, Trainer Marcelo Bielsa strich ihn zuletzt aus dem Kader.
Es könnte einfacher und schneller gehen - wenn Josu Urruita, Präsident von Athletic Bilbao, es wollte. Doch Urruita, Baske und dem Vernehmen nach stolz, stur und stoisch, denkt gar nicht daran, so zu wollen, wie es dem FC Bayern und Martinez genehm wäre. Diese Haltung, sie imponiert Hoeneß sogar: "Auf der einen Seite ärgert es mich, dass wir es nicht geschafft haben bisher", sagte er lächelnd, "auf der anderen Seite gefallen mir Leute, die Prinzipien haben."
Für Beckenbauer reicht der Kader aus
Bis zum 31. August müssen die juristischen und finanziellen Dinge geregelt sein, dann läuft die Transferfrist ab. "Ich denke, dass unser Vorstand und der Sportdirektor bis zum letzten Tag alles versuchen werden, das zu realisieren", sagte Hoeneß. Aber er sagte eben auch: Man sollte so etwas nicht erzwingen, "das ist nie gut." Franz Beckenbauer, ebenfalls am Abschlag, glaubt ohnehin: Der Kader des FC Bayern in der derzeitigen Besetzung "reicht aus". (sid)
20:29
Tolli
Das Verhalten der Basken -Bilbao- lässt sich nur mit deren politischen und gesellschaftlichen Verhalten erklären. Madrid ist eine ganz andere Nummer. Wer den Unterschied nicht kennt sollte lieber hier nicht schreiben.
Jeder Fußballverein "wedelt" mit den Scheinen, wenn er einen Spieler verpflichten will. Es kommt auf die Dicke des Paketes an. Die jenigen, die nur ein Päckchen oder schmalen Briefumschlag haben schauen dann neidisch auf das große dicke Paket. Sie haben nicht eine solche dicke Marie. :-))
08:23
Nur weil der FC Bayern mit den Scheinen wedelt muss nicht jeder Klub zwangsläufig seine Spieler abgeben.Soweit ich weiss existiert keine Regel die besagt das man Bayern jeden Spieler verkaufen muss sobald die Herrschaften anklopfen.Der Präsident von Madrid hat meinen grössten Respekt!
Bayern ist auch an einem Spieler von Madrid interessiert? Das wusste ich gar nicht. Oder meinten Sie den Präsidenten von Athletico Bilbao? Und ganz nachvollziehen kann ich die Sturheit des Präsidenten von Bilbao nicht. Der Spieler will, der Berater will, der Trainer setzt ihn nicht mehr ein, aber er muss noch mit den Muskeln spielen, damit die Fans ihn nicht für ein "Weichei" halten?
16:11
Der FCB ist für das viele Geld bekannt (und berüchtigt). Es dürfte sicherlich genug da sein, um Martinez zu kaufen. Aber es gibt neuerdings das "Financial Fair Play" worauf es zu achten gilt. Der FCB hat finaniziell im Vergleich zu den meisten anderen Größen des europäischen Spitzenfussballs sehr solide gewirtschaftet. Ich glaube der sogenannte Königstransfer wird seitens der FCB-Bosse platzen, weil diese schlicht nicht bereit seien werden, noch mehr Geld auf den Tisch zu legen. Manchmal ist Bescheidenheit (so ironisch das beim FCB auch klingt) die richtige Entscheidung. Martinez ist ein genialer Spieler, aber bereits die 40 Millionen sind in meinen Augen schon überzogen, wenn man sich auf transfermarkt.de die Einschätzungen der Marktwerte mal ansieht.
Klar ist aber, dass eine Verstärkung im Bereich des Mittelfeldes wichtig und richtig für den FCB wäre. Durch Schweinsteigers Verletzung offenbarte sich letzte Saison, was dem FCB fehlt - adäquater Ersatz.
12:56
das festgeldkonto ist bestimmt nicht so gut bestückt wie immer behauptet wird.
19:50
"Der spanische Welt- und Europameister hat sich bereits zum FC Bayern bekannt, er wäre bereit, für den vereinbarten Fünfjahres-Vertrag auf Gehalt zu verzichten, um den Transfer zu realisieren."
Was mag da wohl für ein Gehalt hinterstecken ?
Das Gehalt, dass U. H. nicht erwähnt, wird so hoch sein, dass Martinez auf 2 Mill. pro Jahr vezichten kann
19:27
Ja Ja die großen Bayern,wenn Sie wollen bekommen Sie jeden Spieler.
15:51
Mensch, Uli, dann leg doch einfach noch 10 Mio vom Festgeldkonto drauf. Nächstes Jahr ist es doch wieder gefüllt, oder???
14:45
Prinzipien? Und was die für Prinzipien haben. Jedes Wochenende ETA-Fahnen im Stadion und Plakate die ich hier besser nicht beschreibe. Das wäre so, als würde ich mit Schicklgruber Plakate zu eienm Bayern-Match gehen. Ich glaube, die Bayern wissem nicht mit wem sie sich da eingelassen haben!
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