Warum Bayerns Transferpolitik neue Kritiker hervorruft

Was wir bereits wissen
„Aggressive Transferpolitik“: Der gegen den FC Bayern München erhobene Vorwurf ist nicht neu. Neu sind inzwischen nur die Kritiker, die jetzt gegen die Münchner auf den Plan traten. Wozu die ganze Aufregung? Die Auflösung folgt. Ein Kommentar.

München.. Wen wundert's? Die Liga-Konkurrenz beobachtet mit zunehmender Verbitterung die „aggressive Transferpolitik“ der Bayern. „Die geben richtig Gas“, sagte jetzt der Manager eines Klubs, der immerhin schon sechsmal Deutscher Meister war, der Süddeutschen Zeitung. Der FC Bayern verfüge über die Mittel für diese Vorgehensweise, daher sei er „auf einem anderen Level“. Aber für die Bundesliga sei es nicht gut, „wenn hier andere Budgets aufgerufen werden, als sie im Markt üblich sind“.

Ins gleiche Horn stößt der Manager-Kollege eines anderen Spitzenvereins, der das Beispiel eines von den Münchnern abgeworbenen Topstars nennt: „Bei ihm sind wir an unsere Schmerzgrenze gegangen, aber er wollte nicht verlängern. Und dann kommen die Bayern, und er unterschreibt dort.“ Kommt einem bekannt vor.

Im Basketball muss man sich noch an aggressive Bayern gewöhnen

Klar, dass solche Sätze den Bayern sauer aufstoßen. Ihr Sportdirektor konterte kühl: „Ich sehe nicht, was wir anders machen als die anderen. Ich verstehe die Diskussion nicht.“ Zum besseren Verständnis könnte der von Resignation geprägte Hinweis eines verärgerten bis resignierenden Konkurrenten dienen: „Im Basketball müssen wir uns noch daran gewöhnen.“

P.S.: Bei den genannten Managern handelt es sich um Wolfgang Heyder (Brose Baskets Bamberg), Mithat Demirel (Alba Berlin) und Marko Pesic (Bayern München). Der erwähnte Spieler ist Center Yassin Idbihi (Alba Berlin).