Schon nach einem Jahr Kult: Bamberg-Coach Trinchieri

Wer gedacht hatte, der Lärmpegel in der Bamberger Arena könne gar nicht weiter steigen, der sah sich in dem Moment getäuscht, als bei der Siegerehrung der Name von Trainer Andrea Trinchieri aufgerufen wurde.

Bamberg.. Die Dezibel-Zahl machte noch einmal einen riesigen Sprung, schließlich wussten die Fans in "Freak City", wem sie den Titel zu einem großen Teil zu verdanken hatten. Bereits in seinem ersten Jahr holte der Italiener die Meisterschaft und trat damit schneller als erwartet aus dem Schatten seines Vorgängers Chris Fleming.

Doch nicht nur mit seinen taktischen Finessen machte sich Trinchieri einen Namen, vor allem auch mit seiner blumigen Sprache erlangte der 47-Jährige in Deutschland auf Anhieb Kultstatus. Die Pressekonferenzen mit Trinchieri hatten fast einen noch höheren Unterhaltungswert, als die spektakuläre Spielweise seiner Mannschaft.

Auch am Sonntag, als sein größter Erfolg als Coach mit der deutschen Meisterschaft feststand, enttäuschte Trinchieri seine Zuhörer nicht. Im Stile seines berühmten Landsmannes Giovanni Trapattoni, einst Fußball-Trainer bei Bayern München, beschloss der gebürtige Mailänder die letzte Pk der Saison. "Ich habe fertig", sagte Trinchieri. Erstmals auf Deutsch!