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Testspielbilanz von Phoenix bleibt auch nach 90:80-Erfolg lupenrein

09.09.2012 | 20:17 Uhr
Testspielbilanz von Phoenix bleibt auch nach 90:80-Erfolg lupenrein
WP-Lokalsport

Hagen.   Fünftes Spiel, fünfter Sieg: Die Testspielbilanz von Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen bleibt nach einem 90:80 (42:42)-Erfolg gegen Zweitligist ETB Essen (ProA) lupenrein.

Das Team von Trainer Ingo Freyer tat sich beim Haxa-Cup in Haspe nach einer Woche harten Konditionstrainings und taktischer Schulung indes lange Zeit schwer.

Freyer lächelte nur erleichtert, Davin White hingegen schrie seinen Jubel laut Richtung Tribüne hinaus. Der Spielmacher hatte in einer hitzigen Affäre einen kühlen Kopf bewiesen und sein Team mit acht Punkten in Folge - darunter der entscheidende Dreier zum 87:80 (39.) - vor einer Schlappe gegen einen ehrgeizigen wie hartnäckigen Gegner bewahrt. White krönte seine Vorstellung mit einem wuchtigen Dunking zum 90:80-Endstand.

So mancher Zuschauer fühlte sich an Whites letzten Auftritt in Hagen erinnert, als der 31-Jährige mit drei wilden Dreiern in Folge gegen Gießen sein Team zum Klassenerhalt schoss. „Mit Davin und David Bell haben wir diese Spieler, die Verantwortung übernehmen. Das ist unsere große Stärke“, lobte Ingo Freyer, der seinem Team zwei wohlverdiente Tage Urlaub gönnt: „Wir sind froh, dass wir die Woche hinter uns haben.“

So souverän wie White seine Würfe verwandelt hat, spielte Phoenix, das gestern auf Adam Hess verzichten musste (Magen-Darm-Grippe), indes nicht immer. Vor allem das erste Viertel verschliefen die „Feuervögel“, Essen führte nach zehn gespielten Minuten mit 26:19. Besonders unter dem Phoenix-Korb offenbarten sich zu viele Lücken, an der Dreierlinie war man bei den in der ersten Hälfte treffsicheren Essenern oft einen Schritt zu spät. Probleme gab es gegen den ProA-Ligisten aber vornehmlich in der Offensive: Gegen hart verteidigende Gäste war das Spiel oft zu statisch, Bell und White verstrickten sich nicht selten in Einzelaktionen. Als Bernd Kruel jedoch mit einem lässigen Hakenwurf eine 66:48-Führung bescherte, sah alles nach einem lockeren Sieg aus. Doch Essen biss sich wieder in die Partie, traf sicher von außen und verkürzte auf 82:80 (39.), bis White seinen großen Auftritt hatte.

„Wir haben zwei schlechte Viertel gespielt, das erste war sogar richtig schlecht“, befand Coach Freyer. Zu Neuzugang Dino Gregory, der erst seit Donnerstag in Hagen ist und gestern sieben Punkte erzielte, könne man noch nicht viel sagen. „Er hat die richtigen Anlagen und menschlich ist er auch ok, aber wir müssen erst noch abwarten.“ Einen Platz sicher habe dagegen bereits jetzt Abe Lodwick, dessen offizielle Probezeit in zwei Wochen abläuft.

Phoenix Hagen: Bell (25), Wendt (2), Schoo (2), White (24), Gregory (7), Lodwick (13), Kruel (4), Kramer, Bleck, Gordon (13).

Dominik Brendel



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