Phoenix zittert bis in die letzte Woche
26.04.2010 | 11:27 Uhr 2010-04-26T11:27:00+0200
Hagen. Warum nervenschonend, wenn es auch mit Zittern bis zum Ende geht: Erst in der letzten Woche der Basketball-Bundesliga entscheidet sich, ob Phoenix Hagen den Klassenerhalt schafft.
Die unvermutete Chance, eine Aufholjagd bei Favorit New Yorker Phantoms Braunschweig mit Sieg und vorzeitigem Ligaerhalt zu krönen, verpasste man bei der 83:88 (37:52)-Niederlage. Immerhin verlor auch Rivale Düsseldorf Giants in Bremerhaven mit 76:86.
Am Ende einer langen Saison spielt auch die Psyche eine große Rolle. Solange das eine Stunde früher begonnene Spiel in Bremerhaven noch lief, hatte Hagen in Braunschweig nicht viel zu melden. Das galt zumindest für das zweite Viertel, nach ordentlichem Beginn (19:21, 18. Minute) hatte Phoenix eine 17:5-Serie der Gastgeber (36:26, 14.) zugelassen und war auch in der Folge nur durch Dreier von Zygimantas Jonusas und John Turek einigermaßen im Spiel geblieben. „Wir waren als Team extrem unruhig”, kritisierte Phoenix-Coach Ingo Freyer, dessen Team Braunschweig auf 50:32 (18.) wegziehen lassen musste. Zudem waren Jonusas, Turek und Jonathan Kale schon früh foulbelastet.
Gegen die kräftigen Phantoms-Center brachte Freyer deshalb direkt nach dem Wechsel Matthias Grothe ins Spiel. Die Niederlage von Konkurrent Düsseldorf in Bremerhaven stand nun fest - und mit dem Kapitän auf dem Parkett reagierten die Hagener. Sieben Punkte von Turek und Jonusas in Folge brachten sie auf 52:44 (24.) heran, Rolandas Alijevas verkürzte sogar auf 60:53 (28.). Zu mehr reichte es vorerst allerdings nicht, vielmehr mussten direkt nach der letzten Viertelpause Kale und Jonusas mit fünf Fouls auf die Bank. Offensiv blieb Phoenix nun glücklos, beim 72:55 (33.) durch Jason Cain schien die Messe gelesen. Zumal die Gäste auch dreieinhalb Minuten vor dem Ende (78:64) nicht wesentlich näher herangekommen waren.
Doch die Hagener Pressdeckung zeigte nun Wirkung, Chase Griffin per Dreier, Bernd Kruel, Turek und erneut Griffin verkürzten auf 78:73, 75 Sekunden waren nun noch zu spielen. Mit Fouls stoppten die Gäste nun die Uhr und allmählich zeigten die Braunschweiger von der Linie Nerven. Griffins nächster Dreier und Alijevas brachten Phoenix 22 Sekunden vor der Schlusssirene auf 85:83 heran. Als dann Heiko Schaffartzik nur einen von zwei Freiwürfen traf, blieben 17 Sekunden für den Ausgleichs-Dreier. Doch eine Wurfgelegenheit konnten die Gäste nicht erspielen, Kruels Ballverlust beendete die Aufholjagd. „Wir waren im letzten Angriff zu hektisch”, bedauerte Freyer, während Braunschweigs Coach Sebastian Machowski lobte: „Hagen hat heute toll gespielt und es verdient, in der Liga zu bleiben.” Dazu muss Phoenix am Dienstag auf eine Düsseldorfer Niederlage gegen Göttingen hoffen oder selbst am Samstag bei Absteiger Paderborn gewinnen.
Statistik:
Braunschweig - Hagen
88:83 (52:17)
New Yorker Phantoms Braunschweig: Hicks, Thomas (19), Allen (5), Fox (9), Schaffartzik (6), Cain (4), Mittmann (7), Hamilton (13, 9 Assists, 5 Steals), Idbihi (9, 7 Rebounds), Goree (16, 3 Blocks).
Phoenix Hagen: Pryor (4), Griffin (19, 3/5 Dreier), Malte Schwarz, Jonusas (10), Grothe, Fleetwood (3), Kruel (7, 3 Ballverluste), Alijevas (7), Jordan (7, 3 Ballverluste, 4 Assists), Kale (2), Turek (24, 9 Rebounds).
Spielviertel: 25:21, 27:16, 16:18, 20:28.
Teamstatistik: 58:56 % Wurfquote, 4/14:7/16 Dreier, 26/36:14/20 Freiwürfe, 35:32 Rebounds, 10:12 Ballverluste, 18:12 Assists. - 3617 Zuschauer.
16:16
Ich drücke den Feuervögeln fest die Daumen. Nicht auszudenken, in der endlich umgebauten Ische zweite Liga spielen zu müssen.