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Basketball-Bundesliga

Phoenix will Druck von kriselndem McGee nehmen

27.10.2009 | 11:17 Uhr

Hagen. Dass der Kampf um den Klassenerhalt die Heimat der Basketballer von Phoenix Hagen sein wird, ist ihnen spätestens am dritten Bundesliga-Wochenende klar geworden. Nach den glatten Niederlagen in Bonn und gegen den Mitteldeutschen BC steht besonders US-Spielmacher Andre McGee in der Kritik.

25. Oktober 2009, Hagen. 1. Basketball Bundesliga BBL / Phoenix Hagen gegen Mitteldeutscher BC (MBC) / Johnnie Gilbert +++ Foto: Michael KLEINRENSING / Westfalenpost Lokalredaktion Hagen +++ Tel.: 02331 9174167 ## e-mail: m.kleinrensing@westfalenpost.de ## - Schürmannstraße 4 - 58097 Hagen +++

Das Urteil der Phoenix-Verantwortlichen nach der Schlusssirene war einmütig. „Andre war heute überhaupt kein Faktor”, sagte Trainer Ingo Freyer zur Leistung seines Stamm-Spielmachers, während Geschäftsführer Oliver Herkelmann bedauerte: „Fast jede seiner Entscheidungen war falsch.” McGee präsentierte sich erneut ohne Selbstvertrauen, Spielübersicht und Wurfglück, seine Freiwurfquote sank weiter auf den für einen Aufbauspieler indiskutablen Wert von 42 Prozent. Erst im Schlussviertel traf er doch mal zwei Dreier - und ließ prompt die verschütteten Siegeshoffnungen der Phoenix-Fans kurzfristig aufflackern. 

Zur grundsätzlichen Disposition steht der 22-Jährige, der von der University of Louisville kam, indes ausdrücklich nicht, nachdem man bereits die beiden anderen US-Neuzugänge ausgewechselt hat. „Er ist ja noch ein sehr junger Spieler. Wir sind weiter von ihm überzeugt”, erklärte Freyer, „er hat das Potential.” Und Herkelmann verwies auf die guten Leistungen McGees in der Vorbereitung und zu Saisonbeginn und betonte: „Nur weil er jetzt in drei Spielen nicht das gebracht hat, was wir erwarten, werden wir ihn doch nicht gleich austauschen.”

Allerdings wolle man McGee, der sein erstes Profijahr absolviert, künftig etwas entlasten und Druck von ihm nehmen. Bei den Trainern werde etwa diskutiert, dass er von der Bank kommen oder auch auf der Position zwei spielen könne. Die gegen den MBC überzeugenden Chase Griffin und Malte Schwarz sowie der endlich formverbesserte Quentin Pryor wären dann auf den kleinen Positionen erste Wahl.

Man dürfe die jüngsten Niederlagen aber auch nicht nur an McGee festmachen, betonte Herkelmann, auch andere Leistungsträger - etwa Bernd Kruel oder Aaron Fleetwood - hätten am Wochenende nicht wirklich geholfen. Vor diesem Hintergrund konnte auch die Heimpremiere des neuen US-Centers John Turek, der es angesichts des wenig durchdachten Hagener Offensivspiels schwer hatte, nur wenig Aufschlüsse über dessen Leistungsstärke geben. „Er ist noch zuwenig eingebunden worden”, räumte Coach Freyer ein, „aber man sieht, welches Potential er hat.” Nach erst drei Tagen in Hagen sei Turek offensiv noch ein bisschen Fremdkörper gewesen. Was indes auch für Spieler galt, die schon weit länger vor Ort sind.

Axel Gaiser

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Kommentare
28.10.2009
06:42
Phoenix will Druck von kriselndem McGee nehmen
von Steffi1982 | #7

Schuld nicht nur auf McGee schieben. Man kann als Trainer nicht nur an der Seitenline stehen und däumchen drehen und die Niederlage hin nehmen.

27.10.2009
16:30
Phoenix will Druck von kriselndem McGee nehmen
von phoenixhagener | #6

Jo und weil gerade Phoenix in den letzten Wochen nie komplett war im Vergleich zu den anderen Teams. Leistungsträger wie Kale und Turek sind erst vor relativ kurzer Zeit zur Mannschaft gestoßen. Andere Teams sind mit ihren Top-Angriffsoptionen wesentlich eingespielter...

27.10.2009
16:12
Phoenix will Druck von kriselndem McGee nehmen
von zum Glück keine Dauerkarte | #5

Einfach mal die Vereinsbrille abnehmen und dann realistisch in die Zukunft schauen.....dann wir auch klar warum die ersten Rufe nach einem Trainerwechsel jetzt schon kommen!
Im Gegensatz zum Hagener Team, haben die anderen Mannschaften zum Teil 10 bis11 neue Spieler und werden dadurch erst in den nächsten Wochen richtig konkurrenzfähig!
D.h. für Phoenix: es müssen die Spiele zu Saisonbeginn gewonnen werden, da wir ja nur moderate Verstärkungen eines Pro A Teams erfahren haben!

Die großen Teams werden jetzt immer besser werden, während Hagen schon nahezu am Limit spielt, da es halt überwiegend nur Zweitligaspieler sind!

27.10.2009
15:25
Phoenix will Druck von kriselndem McGee nehmen
von Positivüberrascht | #4

Unglaublich! Da scheinen ja ausgesprochene Fachleute vor dem Bildschirm zu sitzen! Was ein Mist..nur weil Phoenix in der ersten 1.Liga-Saison nicht mit fünf Siegen aus sechs Spielen an Platz 1 oder 2 steht wird direkt über den Trainer diskutiert! Phoenix hat bereits 2 Siege und trotz des Totalausfalls gegen Bonn wurde Sonntag teilweise guter Basketball gegen den Tabellenzweiten MBC gespielt....und da MBC keine neue Halle finanzieren musste konnte man gut 300.000 Euro in zusätzliche Spieler investieren...Was hat das mit dem Trainer zu tun?

27.10.2009
15:16
Phoenix will Druck von kriselndem McGee nehmen
von CaBeu | #3

Josh Mueller oder auch Zach Freeman wäre doch eine gute Option gewesen?

27.10.2009
13:48
Phoenix will Druck von kriselndem McGee nehmen
von Stefan Breimhorst | #2

Warum hat man Josch Mueller nicht behalten ?

26.10.2009
19:27
Phoenix will Druck von kriselndem McGee nehmen
von BK | #1

Bernd Kruel hat nicht wirklich geholfen.

Ein sehr nette Umschreibung für einen absoluten Fremdkörper auf dem Platz.


Auch die scheinbare Inschutzname von McGee durch die Trainer soll doch wohl eher von der eigen Nichtleistung ablenken. So nicht, Herr Freyer! Wenn man nicht in der Lage ist zumindest einfache Systeme auf den Platz zu bringen, wird das nicht nur an den Spielern liegen.

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