Phoenix verlängert Sparks’ Probezeit um zwei Wochen
13.02.2012 | 20:28 Uhr 2012-02-13T20:28:00+0100
Hagen. Die Bewährungszeit wurde ausgedehnt: Zu einem Kontrakt bis Saisonende konnte man sich bei Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen (noch) nicht entschließen, man verlängerte den Probevertrag mit Patrick Sparks um zwei Wochen.
Zumindest Samstag bei TBB Trier und eine Woche später am Ischeland gegen Bayern München soll der US-Amerikaner das Phoenix-Spiel ordnen, was er bisher mit stark wechselndem Erfolg tat.
Ein klares Ja sieht anders aus. Unter dem Eindruck der 66:79-Heimniederlage gegen die EWE Baskets Oldenburg konnten sich die Phoenix-Verantwortlichen nicht zu einem eindeutigen Statement in Sachen Patrick Sparks entschließen. „Wir sind sortierter, wenn er auf dem Feld ist. Eigentlich ist er das, was wir brauchen“, urteilte Geschäftsführer Oliver Herkelmann vorsichtig, während Coach Ingo Freyer bemerkte: „Er war heute besser als in den letzten beiden Spielen.“
Die Entscheidung tags darauf war angesichts der indifferenten Eindrücke des Spielmachers - überragend in Bremerhaven, danach zweimal unterdurchschnittlich, nun einmal solide - folgerichtig. „Patrick und sein Agent haben unserem Vorschlag zugestimmt, den Probevertrag um zwei Wochen auszudehnen“, erklärte Herkelmann: „So schlecht, dass man ihn nach Hause schicken muss, war er nicht, aber er braucht noch mehr Training und Eingewöhnung.“ Um schnell noch reagieren zu können, wenn Sparks die Chancen in Trier (18. Februar) und gegen München (25. Februar) nicht nutzen sollte, muss Phoenix allerdings parallel den Spielermarkt nach Alternativen sondieren. Denn bereits drei Tage später endet die Wechselfrist.
Dass Akteure wie vor allem Adam Constantine, aber auch Zygimantas Jonusas von Sparks’ Zuspielen profitieren, ist augenfällig. Gleichzeitig sind dagegen etwa bei T.J. Carter Spielzeit und Punktausbeute deutlich zurückgegangen, der bisherige Phoenix-Topwerfer - nun von Jonusas abgelöst - muss sich an die Spielweise des neuen Spielmachers gewöhnen. „T.J. hat den Ball häufig selbst in der Hand und kann Entscheidungen treffen, leider sind es im Moment oft die falschen“, sagt Herkelmann, „da muss er sich selbst wieder rausziehen.“ Extra für das Oldenburg-Spiel sei ein neuer Spielzug kreiert worden, bei dem Carter schnell zum Korb ziehen soll, doch dieser habe stattdessen Distanzwürfe forciert.
Nicht nur die Hagener indes schwächelten im Keller, Bayreuth (62:90 in Bonn) und Gießen (82:102 gegen Bremerhaven) kassierten noch höhere Schlappen. Und die EnBW Ludwigsburg, die gestern als Ersatz für Donatas Zavackas US-Flügelcenter Matt Howard verpflichtete, ist nach dem 65:73 in Tübingen zwei Punkte hinter Phoenix Tabellenvorletzter. Dass man sich auf Schwächen der Konkurrenz allerdings nicht verlassen kann, zeigte dagegen der nächste Gegner Trier mit dem 70:68-Heimsieg gegen München. Auch deshalb fordert Herkelmann schon in den nächsten Partien Erfolgserlebnisse: „Wir wollen nicht in die wichtigen Spiele im April mit nur sieben Siegen reingehen.“
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