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Phoenix und Crowe gehen getrennte Wege

01.12.2011 | 12:45 Uhr
Phoenix und Crowe gehen getrennte Wege
Gehen künftig getrennte Wege: Phoenix-Trainer Ingo Freyer und Jason Crowe. Foto: Michael Kleinrensing / WP Lokalredaktion Hagen

Hagen.Im neuen Sammelalbum ist noch ein Platz für ihn reserviert, auf dem Parkett ist er dagegen nicht mehr dabei: Schon das Heimspiel am Samstag gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt bestreitet Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen ohne Jason Crowe. Der 35-jährige US-Spielmacher unterschrieb einen Auflösungsvertrag.

So ganz überraschend kam die Entwicklung nicht mehr, nachdem Crowe zuletzt verstärkt in den Fokus der Kritik geraten war und bei der jüngsten 72:86-Niederlage in Ulm von Phoenix-Trainer Ingo Freyer nur noch knapp fünf Minuten eingesetzt wurde. Im Training in dieser Woche war der US-Amerikaner schon nicht mehr dabei. „Wir waren mit seiner Leistung nicht mehr zufrieden. Aber Jason war auch selbst enttäuscht darüber, dass er es nicht geschafft hat, sich in der Bundesliga durchzusetzen“, betonte Geschäftsführer Oliver Herkelmann das beiderseitige Einvernehmen, in dem der Auflösungsvertrag ausgehandelt wurde: „Jason möchte der Mannschaft nicht im Wege stehen. Ein feiner Charakterzug.“

Crowe wurde schwächer

Kurz vor dem Saisonstart war Crowe verpflichtet worden, nachdem Phoenix den Testvertrag von Michael Tveidt nicht verlängert hatte und Mängel im Spielaufbau erkannt worden waren. Zum wichtigen 88:80-Sieg in Bayreuth trug der 35-Jährige mit 22 Punkten maßgeblich bei, auch bei den Siegen gegen Berlin und Trier galt das noch mit Abstrichen. Doch in der Folge fehlte es ihm nicht nur an der für die Liga notwendigen Athletik, seine Wurfquote (29 % aus dem Feld) wurde schwächer, die Ballverluste häuften sich. „Auf der Position brauchen wir Verlässlichkeit und Konstanz“, befand Herkelmann, sagte aber auch: „Die anderen Spieler haben sich weiterentwickelt, daran hat auch Jason seinen gehörigen Anteil.“

Im wichtigen Spiel gegen Frankfurt am Samstag (19 Uhr) gilt so das Vertrauen dem Trio TJ Carter, Brandon Brooks und Tristan Blackwood, auch Max Rockmann soll mehr Spielanteile erhalten. Dauerhaft indes denkt man darüber nach, wieder eine vierte Import-Aufbaukraft zu verpflichten. „In den Spielen, in denen uns Jason die erwartete Hilfe war, hat das ja gut geklappt“, begründet der Geschäftsführer, man sondiere den Markt vor allem auf dieser Position. Herkelmann: „Nach dem Frankfurt-Spiel werden wir sehen, ob wir einen Spieler finden, der in unser Budget passt.“

Gute Eindruck von Constantine

Denn auch der Auflösungsvertrag mit Crowe hat natürlich Kosten verursacht, deshalb benötige man für einen Nachfolger zusätzliche Einnahmen und einen guten, aber auch günstigen Kandidaten, der zudem Europa-Erfahrung haben soll. Und wie im Fall des Ersatz-Centers Adam Constantine , der im Training einen guten Eindruck mache, muss dann noch der Gutachter-Ausschuss der Liga wieder sein Okay geben.

Axel Gaiser

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