Phoenix Hagen und MBC treffen sich auf Augenhöhe

Larry Gordon will mit seinen Hagenern Revanche gegen die MBC-Akteure Djordje Pantelic (links) und Malte Schwarz (rechts).
Larry Gordon will mit seinen Hagenern Revanche gegen die MBC-Akteure Djordje Pantelic (links) und Malte Schwarz (rechts).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Enger war kein Spiel von Phoenix Hagen in der Hinserie, beim Mitteldeutschen BC unterlag man mit 79:80. Im Rückspiel am Donnerstag in der Enervie Arena wollen die Hagener sich dafür revanchieren - und den Fans endlich wieder einen Heimsieg bieten.

Hagen.. Es gibt einige Teams in der Basketball-Bundesliga, mit denen bewegt Phoenix Hagen sich seit vielen Jahren weitgehend auf Augenhöhe - tabellarisch wie finanziell. Der Mitteldeutsche BC, Mitaufsteiger im Sommer 2009, gehört dazu, auch wenn das Team aus Sachsen-Anhalt zwischenzeitlich eine Ehrenrunde in der ProA drehen musste. In der laufenden Spielzeit sind die Dauerrivalen erneut Tabellennachbarn, selbst wenn die Formkurven recht gegenläufig verliefen. Am Gründonnerstag um 20.30 Uhr empfängt mit den Hagenern der aktuelle Zwölfte (22:34 Punkte) den gerade auf Platz 13 rangierenden MBC (20:36). „Das wird eine enge Partie, wie im Hinspiel“, ist der als Spieler auch bei den Gästen aktive Phoenix-Trainer Ingo Freyer überzeugt. In Weißenfels im Oktober unterlag sein Team ganz knapp mit 79:80 - durch zwei Freiwürfe eine Sekunde vor dem Ende.

Analyse Damals befand sich die Mannschaft um Trainer Silvano Poropat und den in Hagen bestens bekannten Kapitän Malte Schwarz inmitten einer Siegesserie, die sie bis auf Platz vier führte. Zehn Niederlagen in Folge ließen den MBC aber wieder abrutschen, das hatte personelle Konsequenzen. Mit Beckham Wyrick, Darryl Webb und Ex-Phoenix-Spieler Mark Dorris wurde gleich ein US-Trio nachverpflichtet, Ryan Nicholas und Simonas Serapinas mussten gehen, so dass Poropat nun stets einen Importspieler auf der Bank lassen muss. Häufig trifft es Dorris, der auch beim jüngsten - eine erneute Serie von sechs Schlappen beendenden - 73:65-Erfolg gegen Bayreuth in Zivil draußen blieb. Größere Sorgen um den Klassenerhalt muss sich angesichts des Punktabzugs der TBB Trier aber - wie Phoenix nach dem jüngsten 92:69-Coup in Tübingen - auch der MBC kaum noch machen. Zumal die Trierer, die vor eineinhalb Wochen Insolvenzantrag gestellt haben, nun doch mit dem zum italienischen Erstligisten Reggio Emilia wechselnden Vitalis Chikoko der wichtigste Spieler vorzeitig verlässt.

Geplagte Fans mit Heimsieg versöhnen

So steht bei Phoenix im Fokus, die mit zwölf Heimniederlagen geplagten Fans wenigstens noch mit dem ein oder anderen Erfolg in der Enervie Arena zu versöhnen. Und mit den Weißenfelsern um Spielmacher Hördur Vilhjalmsson, Allstar Patrick Richard und Center-Routinier Djordje Pantelic kommt am Donnerstag erstmals in der Rückrunde ein Team fern der Play-offs zum Ischeland. „Wir haben viele erfolgreiche Auswärtsspiele gezeigt und wollen uns jetzt auch in eigener Halle belohnen“, hofft Freyer.

Personell hat er dazu beste Voraussetzungen, auch wenn Urule Igbavboa gestern erkrankt mit dem Training aussetzen musste. Dafür steht Youngster Jonas Grof in der gesamten Trainingswoche sowie bei der Partie gegen den MBC zur Verfügung, mit Marcel Keßen, Haris Hujic und Julian Jasinski nehmen in den Osterferien zudem drei weitere Juniors-Talente an der Übungsarbeit teil. „Sie sollen auf den Geschmack kommen, wie es ist, mit dem Profi-Team zu trainieren“, sagt Freyer, der sich so über eine intensive Trainingswoche freut. In der auch Zamal Nixon Treffsicherheit und Selbstvertrauen gezeigt habe. Doch auch der Phoenix-Coach verhehlt nicht, dass sich angesichts der anhaltenden Flaute des Stamm-Spielmachers die Hierarchie im Team ändere. In Tübingen stand Nixon nicht in der Startfünf und hatte gerade mal siebeneinhalb Einsatzminuten, Niklas Geske führte dagegen fast 28 Minuten Regie. Freyer: „Es ist ein ganz normaler Prozess, das ein anderer einspringt, wenn ein Spieler im Formtief ist.“